Presse

CD wird vorgestellt

Heimspiel der "Cookies"

Am Freitag, den 9. Oktober, beginnt in der Kultur- und Kinderkirche nach der Sommerpause wieder die Konzertreihe der Eichstdter Ohrenweide. Das Konzert zur Erffnung ist ein Heimspiel: Die Cookies treten in ihrem angestammten Proben- und Auftrittsort auf, und sie haben einige berra- schungsgste dabei, die den Konzertabend noch vielfarbiger klingen lassen. Die Cookies bestehen seit sieben Jahren als das Orchester der Kultur- und Kinderkirche. Gespielt wird Musik, die den Jugendlichen Spa macht: Filmmusik und aktuelle Hits, aber auch eigene Kompositionen und Musik aus dem Umfeld des diesjhrigen Kirchentags in Stuttgart. Auerdem stellen sie ihre neue CD vor. Es wird so ein unterhaltsames und vielseitiges musikalisches Programm, das die Eichstdter Kirche mit ihrer gewohnt guten Akustik und freundlichen Atmosphre zum Klingen bringt. Beginn ist 19.30 Uhr

Wochenspiegel vom 08.10.15

Herzlichen Glckwunsch!

Was macht man mit einer Kirche, die fr viel Geld saniert und nur selten benutzt wird. Eine Autobahnkirche! Aber wer hlt wenige Kilometer nach dem Start oder vor dem Ziel in Berlin an? Einen Ruhepol fr gestresste Kunden in einem Factory-Outlet-Center! Wenn aber dieses nie gebaut wird? Einen Ort fr Menschen, die Musik machen und singen wollen! Gut, dass eine Kantorin einen solchen Ort sucht (Danke Gisela Semper) und einen Traum hat. Noch besser, dass ein Kreiskirchenrat ein Einsehen hat und die ntige Infrastruktur im Gebude bezahlt (Ein ebenso groes Danke!) Und vor allem: Wunderbar, dass es Menschen gibt, die sich begeistern lassen und mitziehen, die ihre Kraft und ihre Zeit einbringen, die einen Verein grnden und am Leben erhalten, die Unterricht geben und Unterricht nehmen. Wunderbar, dass diese Menschen die Idee Gestalt gewinnen lassen und so ein Highlight fr Kirche und Gesellschaft, fr Kirchengemeinde und Dorf entsteht. Vor 10 Jahren nur eine Idee, ist die KuKi heute nicht mehrwegzudenken. Nicht immer in diesen 10 Jahren war es einfach. So manche Fragen mussten bedacht werden. Wie ist das Verhltnis zwischen dem Verein und der Kirchengemeinde? Wer muss was bezahlen? Wer entscheidet im Streitfall? Was ist, wenn nicht genug Menschen da sind, die mittun? Was ist, wenn die Ideen ber die Entwicklung der KuKi nicht gleich sind? Was ist, wenn die, die sich engagieren, nicht an einem Strang ziehen? Dennoch sind Fragen ein Zeichen von Lebendigkeit. Wo keine Fragen mehr gestellt werden, gibt es auch kein Leben, Ich freue mich, dass die KuKi noch immer am Leben ist und Menschen bewegt. Ich danke allen, die sich beteiligen und Verantwortung bernehmen. Ohne sie knnte dieses Jubilum nicht gefeiert werden, Ich wnsche der Kuki, dass die Fragen nicht aufhren, dass es immer neue Ideen gibt, dass immer wieder Menschen da sind, die die KuKi als Heimat sehen, dass die Verbindung zur Kirchengemeinde eng bleibt. Vor allem aber ist mir wichtig, dass die KuKi lebendig ist und bleibt und das Heute gestaltet. Dann wird das Morgen allein kommen. Herzlichen Glckwunsch! Ich bin stolz auf die KuKi.

Thomas Khler – Gemeindeblatt der Dreifaltigkeitsgemeinde vom 07.06.15

Nichts Besonderes, oder?

Eine typisch brandenburgische Dorfkirche. Mitten auf dem Anger. Gut. Aber sonst? Tagsber Tren dicht, abends zappenduster. So hnlich waren meine Gedanken, als ich 1997 die ersten Male durch Eichstdt fuhr. Ein paar Jahre spter sa ich mit etwa zehn mir zumeist vllig fremden Menschen um einen alten Tisch herum in eben dieser Kirche. Gisela Semper, die damalige Kantorin der Gemeinde, hatte uns alle eingeladen, um die Grndung eines Vereins voranzutreiben, der Grundlage fr kulturelles Leben in dieser Kirche werden sollte. Viel, viel Arbeit lag vor uns. Vom Verfassen einer Satzung fr diesen Verein, den endlosen Diskussionen ber die Namensgebung des Vereins, der Kirche, Einbau von Toiletten, Kche, Heizung. Der ganze Staub. Die schweren alten Kirchenbnke. Der Erffnungsgottesdienst mit den vielen Menschen und dem vOn Kinderhnden begriffenen Kreuz. Die ersten Familienfeiern mit lauter Musik und Tanz in der Kirche. Der Pfarrer Thomas Khler, der das alles untersttzte, begleitete und zulie. Zahllose Konzerte, Unterrichtsstunden, Diskussionsrunden, Lesungen, Familien- feiern, Workshops und etliches mehr fanden seitdem in der KuKi statt. Durch zwei Auszeichnungen wird dieses Projekt ber Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Aus Fremden sind Freunde geworden, ein kleiner Kreis, der die KuKi am Laufen hlt. Wenn ich heute durch Eichstdt fahre, steht manchmal eine Tr offen, hngt ein Plakat an der Wand, lehnt ein Fahrrad am Zaun. Abends ist die Kirche oft hell erleuchtet. Diese Kirche lebt. Die KuKi ist etwas ganz Besonderes.

Michaela Dingler – Gemeindeblatt der Dreifaltigkeitsgemeinde vom 07.06.15

Kultur- und Kinderkirche feiert eine Dekade

Unter den zahlreichen Dorfkirchen, insgesamt 1400 in Brandenburg, sticht die Eichstdter hervor. Hier ist nicht nur an Sonntagen Leben, sondern auch an den ganz normalen Nachmittagen. Ich liebe lebendige Kirchen, in denen es vielstimmig klingt; wo es brummt, meinen die Berliner. Seit 2007 verfolge ich die Entwicklung der Dorfkirche Eichstdt, zunchst als Begrnderin des "Dorfkirchensommer in Brandenburg" , dann als Schirmherrin der KUKI. Es ist mir immer wieder eine groe Freude, hier zu sein, besonders wenn Clown Leo in der KUKI spirituell wirkt. Oder beim Sonnengesang, einer. unvergesslichen Auffhrung. Das Motto meines eigenen Lebens "Gemeinsam mehr verndern", wird von den bewundernswerten Musiklehrern, dem Frderkreis der KUKI und den Eichstdtern aufs Beste realisiert. Ich gratuliere allen, die in diesem Gotteshaus ein- und ausgehen. Sie tragen dazu bei, dass die Kirche weiter in die Gesellschaft wirken wird. Kultiviertes Leben im Schatten der Eichen fordert zum Nachdenken heraus lind inspiriert. Unsere Kinder sind die Klangbrcken.

Kara Huber, Schirmherrin der KuKi – Gemeindeblatt der Dreifaltigkeitsgemeinde vom 07.06.15

Liebe KuKi!

Du bist cool! Aber das wurde Dir ja unlngst schon von anderen mehrfach gesagt. Bei Deinem Wettbewerb letztens im Internet haben auch sehr viele Menschen aus Dresden mit smtlich verfgbaren E-Mail-Adressen fr Dich gestimmt. Schade, dass Du nicht auf dem 1. Platz gelandet bist. Trotzdem sind auch hier viele Leute begeistert von Dir. An meinen schnsten Moment mit Dir denke ich immer wieder gern zurck: Es war im Gottesdienst zu Deiner Wiedererffnung. Vorher warst Du eine Zeitlang Baustelle. Das war mit einigen Mhen und mancher schlaflosen Nacht verbunden. Viele Menschen haben sich in groartiger Weise dafr eingesetzt, dass Du jetzt fr so viele verschiedene tolle Veranstaltungen nutzbar bist und dass man Dich immer wieder gern besucht. Allen, die sich fr Dich ins Zeug gelegt haben, bin ich bis heute dafr sehr dankbar. Dann haben wir zusammen Gottesdienst gefeiert. Alle Kinder durften mit ihren Hnden das Kreuz bedrucken, das Dich seitdem an der Wand ber dem Altar schmckt. Die Kinder sollten sich mit Dir besonders wohlfhlen. Fr mich war das ein sehr bewegender Moment. Worber ich mich heute am meisten freue? Ein Traum ist in Erfllung gegangen: Du bist zahlreichen Menschen aus ganz verschiedenen Orten sehr wichtig. Daran knnen auch manche Missstnde in den letzten Jahren nichts ndern. Herzlichen Glckwunsch zum 10. Geburtstag!

Gisela Semper – Gemeindeblatt der Dreifaltigkeitsgemeinde vom 07.06.15

10 Jahre KuKi

«Wisst Ihr, dass Ihr drei groe Schtze hier in Eichstdt habt? Das sind die drei "K", eine 500 Jahre alte Kirche, viele Kinder und fr Kultur engagierte Menschen.» Mit diesen Worten begrte Reinhard Richter (Landeskirchenleitung) die Festtagsgemeinde auf der Einweihungsfeier im August 2005 unserer Kuki. Nun galt es diese drei "K" unter einem Hut zu vereinen. Menschen mit viel Herz machten sich Gedanken, und die Nutzung der Kirche als Ort fr musikalische, kulturelle, kirchliche Veranstaltungen und insbeson- dere als Ort fr Kinder begann. Um das alles in die Praxis umzusetzen, waren viele ehrenamtliche Helfer erforderlich. Wir sind ein tolles Kuki-Team, jeder bringt sich mit dem ein, was ihm am besten liegt. So haben wir uns entschlossen, die Arbeiten, die im Hausmeisterbereich liegen, zu bernehmen. Wir sind Am;prechpartner und Organisatoren fr Gro und Klein und ttigen Absprachen bei Familienfeiern. Da wir auch Schlsselhter der Kirche sind, kommen wir des fteren in Kontakt mit Menschen, die sich unsere Kuki ansehen wollen. Durch das Buch "Brandenburgische Kirchen und ihre Hter" von Kara Huber (Schirmherrin der Kuki) sind wir weit ber die Grenzen von Eichstdt bekannt gewor- den. Den Besuchern die Kuki zeigen und ber ihre geschichtliche Entwicklung erzhlen, machen wir gern. Es ist fr uns einfach schn, dass wir als Rentner gebraucht werden. Aber es ist nicht nur mit Arbeit verbunden, die Zusammenarbeit ist einfach herrlich und macht Freude. Wir sind dankbar, dass wir eine lebendige Kirche in unserem Ort haben.

Achim und Irene Bartz – Gemeindeblatt der Dreifaltigkeitsgemeinde vom 07.06.15

Lieder zum Mitsingen

Lieder zum Mitsingen beim Liedernachmittag mit Robert Bauer und dem kleinen Zauberdrachen gibt es am 31. Mai in der Kultur- und Kinderkirche Eichstdt. Eingeladen sind ganz besonders alle Kinder zwischen 4 und 6 Jahren (zum Mitsingen) und ihre Eltern (zum Zuhren). Wenn etwas ltere oder jngere Kinder gerne mitmachen wollen, drfen sie das selbstverstndlich auch. Und auch wenn es Eltern gibt, die gerne mitsingen wollen, ist das nicht verboten. Es wird die Geschichte vom Zauberdrachen erzhlt, der noch immer nur dann aufwacht, wenn er Kinder hrt, die fr ihn Musik machen. Ein paar Instrumente wird es zu hren geben, damit sich der Drache auch richtig wohlfhlt bei uns. Beginn ist um 15 Uhr, und um 17 Uhr wird sich unser Drache wieder zur Ruhe begeben. Auf alle Kinder, die gerne, singen, und auch auf die Eltern freuen sich Rob Bauer und der kleine Zauberdrache.

Wochenspiegel vom 28.05.15

Fliegendes Krokodil

Gesangstrio kommt nach Eichstdt

Am Freitag, 13. Mrz, singt und spielt das Gesangstrio «Crocodile Bird» in der Kultur- und Kinderkirche im Ortsteil Eichstdt der Gemeinde Oberkrmer. Die Lieder von Crocodile Bird laden zum Trumen ein, manchmal zum Nachdenken und immer wieder auch zum herzlichen Lachen. Das Berliner Gesangstrio aus Conny Vo, Claudia Maiwald und Rob Bauer singt ausschlielich eigene Lieder mit eigenen Texten - sie sind also das typische Singer-/Song- writer-Ensemble. Jedoch ist der Gesang dreistimmig, mit ausgefeilten Vokalarrangements - also eher ein A-Cap- pella-Ensemble. Schlielich aber begleiten sich die drei Musiker bei vielen ihrer Lieder auf verschiedenen Instrumenten, die zur Stimmung der Texte und der Melodien beitragen. Von Katzen wird die Rede sein, von Eidechsen und von Elefanten, und der Zuhrer darf und wird sich in jedem dieser Tiere ein Stck weit wiedererkennen. Bei einem Teil des Programms wird Crocodile Bird" untersttzt von den Cookies, dem Orchester der Kultur- und Kinderkirche, die mit ihren Instrumenten den Liedern noch einmal eine neue Farbe hinzufgen.

WS – Wochenspiegel vom 04.03.15

Ohrenweide "Music for a while"

Eichstdt: Music For A While - Englische Werke des Frhbarock erklingen am Freitag, 14. Mrz, um 19.30 Uhr in der Kultur- und Kinderkirche. Sopranistin Biljana Wittstock, Countertenor Johannes Euler und Lautenist Ulrich Wedemeier spielen Lieder und Instrumentalstcke aus dem England des frhen 17. Jahrhundert. Das Lied "Music for a while" von Henry Purcell, das dem Programm seinen Namen gibt, ist Beispiel fr die Vielfalt der Musik in England um die Zeit der Knigin Elisabeth I. Komponisten wie Henry Purcell und auch John Dowland schufen Werke, die ganz unterschiedliche Zustnde der menschlichen Seele zum Ausdruck bringen. Neben Werken fr Gesang und Laute werden auch Stcke fr Laute solo gespielt, die zum Teil die Melodien aus vokal dargebotenen Liedern verarbeiten und damit noch einen fur die Zeit sehr charakteristischen Musikstil prsentieren.

Maerker vom 07.03.14

Entfhrt ins Mittelalter

Das Duo «Commedia Nova» begeistert mit seiner Version der «Carmina Burana»

Wenn man «Carmina Burana» hrt, fllt einem als Erstes das qrandiose Werk von Carl Orff ein. Man denkt an ein groes Orchester mit einem riesigen Chor, der «0 Fortuna» schmeltert. Eine ganz andere Carmina Burana, aber nicht weniger hrenswert, bekamen die rund 50 Zuhorer am Freitag abend in der Eichstadter Kultur- und Kinderkirche geboten, deren Forderkreis zur vierten Ausgabe der Konzertreihe Ohrenweide das Duo Commedia Nova eingeladen hatte. Widmet sich Orff eher den Trink- und Liebesgedichten der mehr als 200 meist lateinischen Werke umfassenden Sammlung aus dem Mittelalter, die nach ihrem Fundort Benediktbeuern als «Carmina Burana» bezeichnet warden, hat Commedia Nova eher die moralisch-satirischen Verse im Programm. Die Instrumentierung ist wesentlich zarter, schlichter. In der mit Kerzen festlich erleuchteten Kirche wechselten sich in dem kurzweiligen Programm Lieder mit schauspielerischen Kurzeinlagen und Tnzen des mit markantem Mienenspiel auftretenden Venezianers Daniele Ruzzier abm Heute wrde man seine Art der Spottmesse, die sich wie ein roter Faden durch den Abend zog, als Kabarett bezeichnen. Die Berliner Musikerin Gaby Bu1tmann beherrschte scheinbar mhelos das mittel alterliche Instrumentarium, vom Saukopf-Psalter, einem mit Fedem bedienten Saitenspiel in Form eines Tierkopfes, ber die Drehleier und zahlreiche Flten bis bin zum Tintinabulum, einem Glockenspiel aus echten Glocken auf einem Leitergeste11. Zeitweise spielte sie Einhandflote und Scitenpsalter gleichzeitig, um dann wieder ihre klare Stimme erklingen zu lassen, die manchem Besucher unter die Haut ging und zu Zwischenrufen wie "Tolle Stimme!" verleitete. Das begeistede Publikum fhlte sich auf einen mittelalterlichen Markt versetzt. Bei «In Taberna» glaubte man, mitten unterm Volk in einer uriqen Schnke zu sitzen. "Vielleicht war es gut, dass die Texte auf Latein waren, so wurde man nicht abgelenkt und konnte sich auf die Musik konzentrieren", resmiert Kerstin Feldmann aus Nassenheide. Auch Sabine Schulze vom Frderkreis war beeindruckt: "Dieser Abend wird noch lange in mir nachklingen."

Ulrike Gawande – Mrkische Allgemeine Zeitung vom 10.01.14

Jingle Bells mit Schlagzeug-Solo

Blue Wednesday und Cookies verjazzen englischsprachige Weihnachtslieder

Ein mit mehr als 30 Mitwirkenden fast aus den Nhten platzender Bhnenraum, eine mit Besuchern gut gefllte Kultur- und Kinderkirche und eine groe, wunderbar einfarbig geschmckte Tanne ergaben am Freitagabend die Zutaten von Blue Christmas. Unter dieses Motto hatte Rob Bauer das Konzert seiner in Berlin ansssigen jazzenden Chorvereinigung Blue Wednesday gestellt. Und da er hier an diesem Ort Lehrer fr Blechblasinstrumente und Leiter des Eichstdter Kinder- und Jugendorchesters Cookies ist, fgte er beide Klangkrper erstmals zusammen. Bauer formte aus rhythmischem Jazzgesang und den Tnen von Trompeten, Posaunen, Saxophonen und Flten ein besonderes Klangerlebnis. Das blieb zwar mit bekannten angloamerikanischen Melodienfolgen ganz der Adventszeit verhaftet, geriet aber losgelst von gewohnter romantisierender Vorweihnachtsseligkeit. Manche Lieder wrden zurzeit in der ffentlichkeit so oft gespielt, dass man sie nicht mehr hren knne, gab Rob Bauer zu. Er kleidete sie daher fr seine Blue Christmas in ein andersfarbiges musikalisches Gewand. Dazu hatte er neue Arrangements geschrieben, lie von seinen Chorsngern auch die eine oder andere Stelle mehrmals variieren und stellte das Ganze in einen szenischen Ablauf. Hier kommen wir singend zwischen grnen Blttern geschritten, dass man uns gut sehen kann: Liebe und Freude sollen zu Euch kommen und auch ein glckliches Weihnachtsfest. Mit diesen, in Englisch gesungenen Textzeilen, schritten die Snger als Sternsinger in den Altarraum. Das symbolisierten sie mit einem Papierstern, den sie feierlich vor sich her trugen. Und da das Ganze die berschrift Blue Christmas trug, gaben die Chormitglieder dieser Farbe mit einem Schal, einer Jacke, einem Tuch oder anderen Accessoires besonderen Ausdruck. Als sie die Ankunft von Santa Claus auf seinem Rentier-Schlitten besangen, umhllten sie die Szene mit sich bewegenden blauen Tuch-Wogen. Und als sie die Klte des Winters demonstrierten, setzten sie sich Mtzen auf, zogen sich Handschuhe an und banden sich Wollschals um den Hals. Das alles im swingend-jazzigen Rhythmus, ob bei White Christmas, im Winter Wonderland oder wenn sie der Mami unterstellten, den Weihnachtsmann geksst zu haben. Vor allem die frisch-frhlichen, musikalisch entstaubten Lieder, bei denen Rob Bauer fast tanzend dirigierte, waren es, die das Publikum mitrissen. Wenn dann Jingle Bells mit heftigem Schlagzeug-Solo und warmem Kontrabass aufpoliert wurden und die Cookies mit jubelndem Blserklang einfielen, dann schwoll der Beifall an. Das galt vor allem fr Rudolph, das Rentier, bei dem alle sichtlich Spa hatten: die Jazzsinger, die Cookies und das mit den Fen wippende Publikum. Eine Stimmung, die sich beim Abschlussbild noch einmal steigerte, als die jungen Musiker den Gesang der Blue Wednesday nun ihrerseits in rhythmische Bewegungen umsetzten.

Rotraud Wieland – Mrkische Allgemeine Zeitung vom 14.12.09

Weltbeweger aus Eichstdt

Stiftung wrdigt Engagement fr KuKi-Kirche

Stellvertretend fr das Engagement des Frderkreises der Kultur- und Kinderkirche in Eichstdt wurde am Montag die Initiatorin der Einrichtung, die frhere Kirchen-Kantorin Gisela Semper, als Weltbewegerin ausgezeichnet. Die Musikerin erhielt vom frheren Berliner Wirtschaftssenator Elmar Pieroth eine Urkunde der Stiftung Brgermut, die mehr als 1 000 Weltbeweger in Deutschland auszeichnen will. In einer kleinen Runde in der Kultur- und Kinderkirche erinnerten mehrere Redner an die ersten Gehversuche des Frderkreises, der sich vor vier Jahren gegrndet hat. Damals gab es die mutige Idee, aus dem selten genutzten Gotteshaus ein Zentrum fr Musik, Theater, Konzerte, Ausstellungen sowie fr kirchliche Angelegenheiten zu etablieren. "Keiner wusste, ob das Konzept funktioniert", erinnerte sich gestern die zweite Vorsitzende Michaela Dingler an die ersten Gehversuche. Es funktionierte so gut, dass das Projekt heute Vorbild-Charakter hat.

Oranienburger Generalanzeiger vom 12.10.09

Mit Ideen und Charme

Auszeichnung fr die Kultur- und Kinderkirche Eichstdt

Wenn am kommenden Montag die Kirchenmusikerin Gisela Semper fr ihr frheres Engagement in der Eichstdter Kirche ausgezeichnet wird, ist das ein groes Lob fr alle, die sich damals und bis heute hier engagiert haben. Gemeinsam mehr verndern ist das Motto der 2007 gegrndeten Berliner Stiftung Brgermut, deren Grnder und Vorstand Elmar Pieroth das Konzept der Kultur- und Kinderkirche Eichstdt lobt: Es kann aktive Menschen in ganz Deutschland inspirieren und regt zur Nachahmung an. Im Oktober 2004 war auf Initiative Gisela Sempers der Frderverein fr die Kultur- und Kinderkirche Eichstdt gegrndet worden. Zu der Zeit wirkte die heute in Dresden lebende Kirchenmusikerin im Kirchenkreis Oranienburg. Damals hatte sie noch in Marwitz Musikunterricht angeboten. Mit dem neuen Konzept fr die Kirche im Nachbardorf jedoch sollte dort ein neues Zentrum auch fr Musik entstehen. Um den Kirchenraum knftig fr Lesungen, Theater und eben Konzerte nutzen zu knnen, waren einige Baumanahmen ntig. Gisela Sempers Ideen berzeugten: ber den Kirchenkreis wurden der Bau einer Kche und Toiletten finanziert. Eine zentrale Kultursttte fr Oberkrmer knne das werden, spekulierte damals der Pfarrer der Dreieinigkeitskirchengemeinde Vehlefanz, Thomas Khler, der auch fr Eichstdt zustndig ist. Im August 2005 wurde die Kirche, die nun ber die Funktion als Gotteshaus hinaus auch Begegnungs- und Kultursttte geworden ist, erffnet. Khler hatte Recht: Schon damals war der Andrang gro. Und die Nachfrage ist ungebrochen. Die Konzerte der jazzig angehauchten Reihe Ohrenweide sind stets sehr gut besucht, es gibt Vortrge, Theater fr Erwachsene und Kinder, manchmal auch Diskussionsrunden. So wird am kommenden Sonnabend ab 19 Uhr mit Gsten ber die Wendezeit gesprochen. Stets werden Veranstaltungen auf charmante Art untersttzt durch die Frdervereinsmitglieder, die so manches Mal mit thematisch passenden Bfetts berraschen. Wichtiges Standbein bleibt der Musikunterricht, ob Orgel, Posaune, Schlagzeug oder Horn, das Angebot ist beachtlich. Ausgezeichnet wird das Projekt und insbesondere die einstige Initiatorin Gisela Semper nun mit einem Zertifikat. Auch die Schirmherrin der Kultur- und Kinderkirche, Kara Huber, wird zur kleinen Feierstunde am kommenden Montag erwartet.

Karen Grunow – Mrkische Allgemeine Zeitung vom 05.10.09

Glckliche Weltbeweger

Die Initiatorin der Kultur- und Kinderkirche Eichstdt, Gisela Semper, gestern geehrt

Jedes Mal, wenn bei einem Konzert alle Pltze in der Kirche besetzt sind, der Applaus fr die Musiker nicht enden will, ist diese Begeisterung natrlich auch fr das Engagement der Mitglieder des Frderkreises der Kultur- und Kinderkirche Eichstdt eine wunderbare Besttigung. Doch Momente wie der gestrige Nachmittag, als mit der Ehrung durch die Berliner Stiftung Brgermut das Konzept der KuKi und die Menschen dahinter offiziell gewrdigt wurden, sind dennoch etwas ganz Besonderes. Eigens war Gisela Semper angereist, die heute als Kirchenmusikerin in Dresden-Trachau arbeitet. 2004 hatte sie, in dieser Funktion damals beim Kirchenkreis Oranienburg ttig, die Kultur- und Kinderkirche angestoen. So wurde dieser Nachmittag vor allem einer der schnen Erinnerungen. Alle, erzhlte Michaela Dingler, heute die stellvertretende Vorsitzende des Frderkreises, seien damals von Sempers Idee wie elektrisiert gewesen. Gisela Semper hatte fr den 29. September 2004 Leute aus der gesamten Region nach Eichstdt eingeladen, um ihren Traum eines regionalen kirchenmusikalischen Zentrums vorzustellen, in dem es knftig Lernangebote fr jedermann, Konzerte, Vortrge, Theater geben sollte. Als Gisela Semper zuvor die Kirche in Augenschein genommen hatte, gab es nur eine sprliche Glhlampe ber dem Eingang und gestapelte Kirchenbnke auf der Empore. Sie habe dann einfach gesungen und sofort gefhlt, hier bist du richtig. Der Kirchenkreis sorgte mit 55 000 Euro fr Heizung, Kche und Sanitrbereich. Heute finanziert der Frderkreis den Betrieb der Kirche durch seine Mitglieder, Spenden, Sponsoren, die Vermietung des Raumes fr Familienfeiern. Allein 15 000 Euro konnten durch den Frderkreis in die Kirche investiert werden. Sichtbar gerhrt dankte Schirmherrin Kara Huber der Initiatorin Gisela Semper, erinnerte auch an Skepsis, die anfangs dem Projekt entgegenschlug. Hier kann man sich wohlfhlen, zeigte sich Elmar Pieroth, Grnder der Stiftung Brgermut, begeistert. Ein Projekt, das verndert, motiviert und inspiriert sei die KuKi, ein Vorbild fr andere. Derweil er sprach, bte Musiklehrer Nico Lohmann auf der Empore ber dem Altar mit Schlern das Fltenspiel. Besser lsst sich wohl kaum illustrieren, wie lebendig dieser Raum heute genutzt wird.

Karen Grunow – Mrkische Allgemeine Zeitung vom 05.10.09

Jazz vom Feinsten

Konzert in der Kultur- und Kinderkirche mit "Sublim"

"Sie haben vielleicht gemerkt, wir spielen alles auer Vier-Viertel", sagt Angelika Niescier mit einem spitzbbischen Lcheln ans Publikum gewandt. Es ist wahrlich keine leichte Jazz-Kost, die die renommierte Saxophonistin mit ihrer Band "Sublim" in der Eichstdter Kultur- und Kinderkirche bietet: krumme Takte, lange Stcke, viele Improvisationen - Free Jazz ber weite Strecken, mitunter durchaus sperrig. Dennoch schaffen es die drei Musiker, die etwa 60Besucher fr sich einzunehmen. Nicht zuletzt dank der Ohrenweide-Konzertreihe sind die Gste an experimentelle Tne in der Kultur- und Kinderkirche gewhnt. Dass deren Akustik geradezu geschaffen ist fr kleine Konzerte, zeigt sich einmal mehr: Passend zum Bandnamen wirkt die Musik dank des fantastischen Klangs tatschlich sublim - also gleichwohl subtil wie erhaben - auf den Zuhrer, selbst wenn dieser kein Jazz-Experte ist. Was Schlagzeug, Bass und natrlich das Saxophon der Frontfrau da abfeuern, ist ber jeden Zweifel erhaben - etwa, wenn ein polnisches Volkslied dank wilder Improvisationen in Samba-Rhythmen gipfelt, und Schlagzeuger Christoph Hillmann dann noch mit vlliger Selbstverstndlichkeit ein Husten aus dem Publikum in sein Solo einbaut. Dafr gibt\'s immer wieder Zwischenapplaus und begeisterte Pfiffe, auch wenn "das hier sicherlich kein Raum voller Free-Jazz-Fans ist", wie Wolfgang Sack schmunzelnd feststellt. Selbst Jazz-Pianist, zeigt sich der Brenklauer geradezu begeistert davon, "dass in so einem kleinen Nest solche herausragenden Musiker auftreten" - hoffentlich nicht zum letzten Mal.

Oranienburger Generalanzeiger vom 04.10.09

Saxophon in hchsten Tnen

Angelika Niescier und Ensemble krnten den Oberkrmer Kulturherbst

Mit einem Jazzkonzert der Sonderklasse wurde am Freitagabend in der Kultur- und Kinderkirche der Kulturherbst Oberkrmer gekrnt. Mglicherweise hatte der eine oder andere Anfangsschwierigkeiten, sich neuen Hrgewohnheiten zu ffnen. Doch schon beim zweiten, dritten Stck zogen Saxophonistin Angelika Niescier und ihre beiden Ensemble-Mitglieder das Publikum in einen Sog von bildstark-vibrierenden Tonstrukturen. Die konnten mal kraftvoll-intensiv, mal von klar glnzender Prsenz sein. Mit ihrer energiegeladenen Spiel-Akrobatik schien sich die Saxophonistin ber alle technisch bedingten Grenzen hinwegzusetzen. In atemberaubenden Tempi jonglierte sie mit Tnen und Tonfolgen, formte sie zu musikalischen Gebilden, die die Fantasie der Besucher Achterbahn fahren lieen. Der das Saxophon manchmal umschmeichelnde, manchmal grimmig aufbegehrende Kontrabass (Sebastian Rther) versuchte, sich dem Dialog zu stellen. Christoph Hillmann an den Drums feuerte in vielseitig-virtuosem Wechselspiel das Geschehen bis zur Ekstase an oder glttete es mit monologisierenden Improvisationen, die er manchmal bis ins Lyrische zu verfeinern verstand. Sublim nennt sich die Formation, zu der eigentlich noch der Pianist Florian Weber gehrt. Ein Quartett, das Angelika Niescier im Jahre 2000 grndete. Das war kurz nach ihrer Ausbildung an der Essener Folkwangschule und vor ihrem Start als aufregendste Stimme im deutschen Jazz, die der Szene neue Impulse verleiht. Neben verschiedenen Auszeichnungen hat die Gruppe jngst fr die CD Sublim III den Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik erhalten und ist fr den Jahrespreis 2009 nominiert. Auf ihr sind Stcke versammelt, die die drei Musiker auch in der Eichstdter Kultur- und Kinderkirche spielten. Vielleicht sollte man besser sagen auffhrten. Denn die von Angelika Niescier komponierten Titel dauerten bis zu 15Minuten und kamen einer Performance gleich. Bei Bill hatte die Niescier einen Drrenmattschen Anti-Helden nachgezeichnet, bei Ca ja mysle eine aufsssige Bauersfrau aus ihrer polnischen Heimat. Ein Stck, das berquoll von folkloristischem Rhythmus und von Lebensfreude. Ganz im Gegensatz dazu Urban. Mit dieser Komposition setzte sie den Moloch Grostadt in Szene. Saxophon, Bass, vor allem die Drums malen dstere Szenen von der Verlorenheit der Kreatur. Groartig! Da half nur noch eine Zugabe von leichterer Hand, um die Gemter auf dem Nachhauseweg wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Rotraud Wieland – Mrkische Allgemeine Zeitung vom 01.10.09

Musikmarathon in Eichstdt

Kultur- und Kinderkirche feiert in neuen Dimensionen

Das Eichstdter Musikfest unter Leitung des Jazzpianisten Wolfgang Sack wird heute in der Kultur- und Kinderkirche gefeiert. Vier Stunden spielen 30 Musiker aus verschiedenen Genres. Der Jazzpianist Wolfgang Sack, der seit 1995 in Brenklau wohnt, ldt seit acht Jahren zu Musikfesten ein. Dafr wurde das heimische Grundstck inzwischen zu klein, erstmals wird in diesem Jahr in die Kultur- und Kinderkirche Eichstdt eingeladen. Hier beginnt um 17 Uhr ein Programm mit vielen Akteuren: Der Blserchor Schwante-Btzow bietet Dixieland und heitere Volkslieder, ein Posaunenquartett kommt mit Musik von Gospel bis Jazz, Martin Schmidt und Band haben Rock und Pop der letzten 30 Jahre im Gepck, das Manou-Quartett bietet klassische Musik von Schubert bis Tango. Auerdem treten das Celloduo Steline, die Kinderband The Musicschool und das Modern-Jazztrio Symbol auf. Auch Organisator Wolfgang Sack ist zu hren, nmlich dann, wenn das Duo Jazzpiano im Doppelpack spielt. Darin spielen Wolfgang Sack und Gerd Salzmann. Der Maler Uwe Mller-Fabian zeigt seine Bilder, die Firma Historische Bauelemente aus Marwitz kommt mit Gartenmbeln von anno dunnemals. Eintritt ist frei.

MAZ – Mrkische Allgemeine Zeitung vom 28.08.09

Von Chile nach Eichstdt

Marco Chacn unterrichtet jeden Donnerstag in der Kultur- und Kinderkirche

Rob Bauer initiierte in der Kultur- und Kinderkirche nicht nur die Veranstaltungsreihe Ohrenweide, er fhrt auch den von Kantorin Gisela Semper bernommenen Musikunterricht zusammen mit seiner Frau Silvia und Nico Lohmann fort. Gerade hat er das Angebot fr die Instrumente Gitarre und Bass erweitert. Und er ist stolz, mit Marco Chacn einen Lehrer gewonnen zu haben, den er als exzellenten Musiker einschtzt und dessen Namen man sich gut merken sollte. Entdeckt hat er den talentierten Gitarristen und Bassisten an der Musikhochschule Carl Maria von Weber in Dresden, wo Rob Bauer unterrichtet und Marco Chacn gerade seine Ausbildung beendet hat. Da das Wetter umgeschlagen ist, kommt Marco Chacn zu seinem Unterricht etwas zu leicht bekleidet nach Eichstdt. Er frstelt etwas, aber in seinem Gesicht strahlt die Sonne, die chilenische, mit der er aufgewachsen ist. Und natrlich ist er als der neue Musiklehrer mit seinen beiden groen Instrumenten ber den Schultern nicht zu bersehen. Dabei hat er den Bass noch gar nicht dabei, denn fr dieses Instrument gibt es bisher noch keine Schler-Anmeldungen. Marco Chacn befindet sich gerade in einer Umbruchphase. Zusammen mit seiner Frau, einer Pianistin, die er auf der Hochschule kennengelernt hatte, ist er von Dresden nach Berlin gezogen. Und bevor er sich in der Hauptstadt noch ganz etabliert hatte, machte ihm Rob Bauer den Vorschlag, in Eichstdt zu unterrichten. Ein Angebot, dass der freundliche Chilene gerne annahm. Wobei ihm zugute kommt, dass er sehr gut deutsch spricht. Er ist begeistert von der deutschen Kultur und bei der Musik vor allem von Bach und Richard Strau. Vor allem aber habe es ihm das vielfltige kulturelle Leben in Berlin angetan. Und sogar den Dialekt verstehe er, auch wenn er ihm etwas zu hart erscheint. Kein Wunder bei einem Mann, dem die Musik durchs Blut fliet, sowohl die sdamerikanischen Latino-Rhythmen als auch die furiosen Jazz-Improvisationen. So breit gefchert wie sein Knnen ist seine Zugehrigkeit zu verschiedenen Gruppen, Formationen oder Orchestern. Dazu gehrt auch African Aspects, das Quintett von Silvia und Rob Bauer. Es mache sehr viel Spa, mit ihm zu spielen, nicht nur weil er ein hervorragender, sondern auch ein kommunikativer Musiker sei, betont Rob Bauer. Eine Eigenschaft, die ihm als Lehrer entgegenkommt. Acht Schler unterrichtet er zurzeit in Eichstdt. Sie kommen aus dem Ort oder der Umgebung. Er gibt Einzelunterricht oder in Zweiergruppen. Kinder wollen einfach tun und erst dann begreifen. Erst hren sie, dann spielen sie und dann fragen sie: Was ist das?. In seinem Unterricht, so Marco Chacn, wolle er ihnen die Chance geben, gleitend in ihre Entwicklungsmglichkeiten hineinzuwachsen. Neben dem Lesen der Noten, dem Hren und dem Spielen gelte es also, Bewusstes und Unbewusstes gleichermaen zu frdern. Das drfte dem sensibel auf seine Schler eingehenden Marco Chacn, der sowohl Kinder als auch Erwachsene unterrichtet, bestens gelingen. Das empfindet auch der 15-jhrige Nils Feldkeller so, der seinen Lehrer als echt cool bezeichnet. Sein Wunsch, spter einmal Rockstar werden zu wollen, drfte nicht zuletzt aus der Begegnung mit Marco Chacn resultieren. Wenn dieser demnchst wieder einmal in der Kultur- und Kinderkirche auftreten wrde, wre das fr seine Schler sicherlich der beste Vorfhr-Unterricht und Ansporn zugleich.

Rotraud Wieland – Mrkische Allgemeine Zeitung vom 06.08.09

Ein Musikfestival mit persnlicher Note

Groes Fest in der Kultur- und Kinderkirche mit mehr als 30 Knstlern

Jedenfalls funktioniert so das Leben in der Kuki in Eichstdt. Und Ende August wird es ein Paradebeispiel dieses Miteinanders der Knstlergenerationen geben. Dann bestreiten bei einem Festival junge und gestandene Musiker ein vierstndiges Programm, zu dem alle Musikliebhaber und Freunde der Kuki jetzt schon eingeladen sind. Erdmut Schulze, der Vorsitzende des Frderkreises der Kirche, kann kaum seine Freude und Aufregung verbergen. Am 28. August wird es in Eichstdt eine Art Pilotfest geben, das sich mit ein wenig Glck zu einer Tradition mausern kann. So wie es in Brenklau schon gelungen ist. Denn dort veranstaltet der Pianist Wolfgang Sack seit acht Jahren ein ganz privates Musikevent, das sich langsam, aber sicher zu einer festen Adresse unter Musikliebhabern entwickelt hat. Bis zu 120 Gste hat Wolfgang Sack auf seinem Grundstck schon begrt. Doch nun ist er dem Ansturm der Besucher nicht mehr gewachsen und mchte sein Fest nach Eichstdt in die Kultur- und Kinderkirche verlagern. Wir sind von dieser Idee ganz elektrisiert, sagt Erdmut Schulze. Denn nirgendwo in der Gemeinde bietet sich ein besserer Ort, um gemeinsam Musik zu genieen, um miteinander ins Gesprch zu kommen und neue Kontakte zu knpfen. Und es ist immer wieder etwas Besonderes, wenn Schler ihre Lehrer spielen sehen, wei Wolfgang Tger vom Frderkreis. Das Ehepaar Bauer zum Beispiel unterrichtet viele Kinder auf verschiedenen Instrumenten in der Kuki. Wenn Robert Bauer am 28. August auftritt, werden ihn sicherlich viele Kinderaugen verfolgen. Das mehrstndige Programm, an dem Wolfgang Sack noch intensiv feilt, wird eine vielversprechende Mischung aus klassischer Blsermusik, lockeren Posaunenklngen, Rock/Pop der letzten 30 Jahre, Cellomusik und modernen Jazz-Balladen sein. Und alles dargeboten von Musikern aus der Region. Die Kulisse des Festes wird abgerundet mit Bildern des Kunstmalers Uwe Mller-Fabian und mit historischen Gartenmbeln. Das Eichstdter Musikfest findet am Freitag, 28. August, ab 17 Uhr statt.

Andrea Kathert – Mrkische Allgemeine Zeitung vom 06.08.09

GUTEN MORGEN

Wie die Region Krmer Forst sich auf der Laga prsentiert, wollten Hertha und ich am Wochenende wissen. Ganz schn berrascht waren wir, als wir jede Menge junger Musiker mit Blasinstrumenten auf der Bhne sahen - hat Oberkrmer etwa eine eigene Musikschule? Nein, die Kinder nehmen Unterricht in der Kultur- und Kinderkirche Eichstdt. Lobenswertes Engagement, finden wir. Auch wenn die Tne manchmal etwas schief erklangen, hatte die Gruppe doch sptestens mit der Titelmusik von "James Bond" unsere Herzen erobert.

Harry Havel – Oranienburger Generalanzeiger vom 28.06.09

Eine echte Ohrenweide

Marimba in der Kulturkirche

Es war ein Genuss. Die Konzertreihe Ohrenweide in der Kultur- und Kinderkirche Eichstdt ging am Freitagabend mit einem hochkartigen Konzert vorerst zu Ende. Taiko Saito, eine international bekannte Solistin auf Marimba und Vibraphon, verzckte 40 Besucher. Es war das erste Konzert der in Berlin lebenden japanischen Solistin und Komponistin nach der Geburt ihres Kindes. Fr die zweite Konzerthlfte hatte sich die zierliche Frau aus Sapporo Verstrkung mitgebracht. Die 24-jhrige Hongkong-Chinesin Sabrina Ma musizierte mit Taiko Saito. Ich bin praktisch der Lehrling der lteren Freundin, erklrte Sabrina Ma. Eine ihrer vielen Gemeinsamkeiten: Die beiden Solistinnen studierten in Berlin bei David Friedmanns Jazzvibraphon und Komposition. Die musikalische Sprache der mit internationalen Preisen ausgezeichneten Taiko Saito ist jedoch von verschiedenen Musikrichtungen beeinflusst. In Marwitz begann sie auf der Konzert-Marimba klassisch mit einer Eigenkomposition. Wechselte dann zu einer Art Bossa nova, um schlielich das Vibraphon auch mit zwei Geigenbgen zu streichen. Das waren Klnge, die das Publikum so bisher wahrscheinlich noch nicht gehrt hatte. Die sympathische Taiko Saito machte immer wieder eine Pause, um mit Esprit und Witz ihre nicht so bekannten Konzertinstrumente zu erklren. Die Marimba ist grer als das Vibraphon, sie besteht aus Holz, in der Regel Rosenholz. Taiko Saito baute kurz die mchtige Marimba auseinander. Sie klingt tiefer, das Vibraphon, hnlich dem Xylophon, hher. Aus Afrika stammt die Marimba, ein viel gespieltes Instrument ist es in Mittel- und Sdamerika. In den 1930er-Jahren wurde sie von einem US-Amerikaner zur Konzert-Marimba umgebaut. Mit vier Schlgern in der Hand stimmte Taiko Saito ein brasilianisches Liebeslied an. Zwischen harten und zarten Schlgen bewegte sich David Friedmanns Marimba-Komposition Prison. Posaunist, Komponist und Arrangeur Rob Bauer, der in der Kultur- und Kinderkirche Musik unterrichtet, hatte Taiko Saito nach Eichstdt geholt. Er kennt sie bereits aus Studienzeiten. Bauer ist die Konzertreihe Ohrenweide zu verdanken, die bereits im dritten Jahr in Eichstdt ber die Bhne geht. Sie wird 2010 mit drei oder vier Konzerten fortgesetzt, kndigte er an.

sim – Mrkische Allgemeine Zeitung vom 08.06.09

Mit einem Tusch!

Gewrdigt: die Arbeit und das Engagement des Frderkreises der Kultur- und Kinderkirche Eichstdt

Die Kultur- und Kinderkirche steht fr den gelungenen Versuch eines Vereins, eine Kirche als geistiges und kulturelles Zentrum einer Gemeinde zu erhalten und sogar zu strken, lobte die brandenburgische Ministerin fr Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie, Dagmar Ziegler, in ihrer Laudatio. Fr die ehrenamtlichen Engagierten des Frderkreises der Kultur- und Kinderkirche ist dieser von der Sozialdemokratischen Gemeinschaft fr Kommunalpolitik (SGK) Brandenburg e. V. berreichte Kulturpreis der erste berhaupt. Erdmut Schulze, der Vorsitzende des Frderkreises, findet die Auszeichnung gleich doppelt schn: Denn auch der Gemeinde Oberkrmer gebhre groes Lob, sagt er. Wir haben einen sehr guten Draht zueinander. Deshalb hatte er gestern prompt einen Dankesbrief an Brgermeister Peter Leys verfasst. Die Gemeinde war es auch, die den eng mit der Kirchengemeinde kooperierenden Frderkreis auf die SGK-Ausschreibung aufmerksam gemacht hatte. Vor einigen Wochen dann schickten die Mitglieder des Kultur- und Kinderkirchen-Vereins ihre Bewerbungsunterlagen zur SGK-Geschftsstelle nach Potsdam. 67 Bewerbungen gab es insgesamt, erzhlt SGK-Geschftsfhrer Christian Maa. Sieben davon gelangten in die engere Auswahl fr den Preis, der am vergangenen Wochenende bereits zum elften Mal vergeben wurde. Maa gehrte zur Jury, die auch nach Eichstdt reiste, um Ort und Leute kennenzulernen. Einen sehr professionellen Eindruck habe er gewonnen von Angebot und Prsentation, so Maa. Dabei treffe das Konzept der Kultur- und Kinderkirche den Grundgedanken des Kulturpreises genau: Es ist eine lokale Initiative, die vor allem durch das Engagement der Ehrenamtlichen lebt, und die Menschen der Umgebung anspricht. Und auch das war bei der Jury-Entscheidung wichtig die Kirche ist keine Eintagsfliege, sondern lngst etabliert. Vor allem durch das ehrenamtliche Wirken des Vereins ist es gelungen, die sanierte Kirche nicht nur als architektonisches, sondern als ein von Menschen er- und belebtes Zentrum des Ortes nicht nur zu erhalten, es konnte vielmehr revitalisiert werden, kommentierte Dagmar Ziegler die vielfltigen Aktivitten von Konzerten und Musikunterricht, bis hin zu Vortrgen und Theater- und Chorproben. Erdmut Schulze war gemeinsam mit Michaela Dingler und Irene und Achim Bartz zur Preisverleihung gereist. Erst wenige Tage zuvor kam die Einladung, da ahnten die Frderkreismitglieder schon, dass sie sich wohl gegen die anderen Bewerber durchsetzen konnten. Den Preis teilen sich die Eichstdter nun mit dem Falkenseer Brgerverein Finkenkrug. Jeweils 1000 Euro konnten beide Preistrger zustzlich zu Anerkennung und Urkunde einheimsen. Demnchst wird auerdem noch eine Broschre erscheinen, in der alle 67 Initiativen noch einmal gewrdigt werden.

Karen Grunow – Mrkische Allgemeine Zeitung vom 31.03.09

Preis fr Kulturkirche

Sozialdemokratische Gemeinschaft wrdigt das Engagement

Der Frderkreis der Kultur- und Kinderkirche (KuKi) Eichstdt erhlt morgen den Kommunalen Kulturpreis der Sozialdemokratischen Gemeinschaft fr Kommunalpolitik (SGK). Die Auszeichnung wird in Potsdam whrend einer Festveranstaltung bergeben, teilte der SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Gnther mit. Sie wird fr hervorragende kulturelle Initiative und vor allem von ehrenamtlich ttigen Akteuren getragene Projekte verliehen und ist neben der Anerkennung mit einer finanziellen Zuwendung verbunden. Thomas Gnther beglckwnschte den Frderkreis, der eine Bereicherung fr die Gemeinde Oberkrmer sei. Um den Preis hat sich der Frderkreis der KuKi selbst bemht. Insgesamt gab es landesweit 67 Bewerbungen. In diesem Jahr wurden zwei Sieger ermittelt. Den Frderkreis der KuKi gibt es seit 2004. Das Gotteshaus wird seither regelmig fr Konzertabende in anheimelnder Atmosphre, musikalische Veranstaltungen sowie Unterricht fr Kinder, Lesungen oder Erzhlreihen genutzt und ist ber die Grenzen Oberkrmers hinaus bekannt. Seit 2006 steht die KuKi unter der Schirmherrschaft von Kara Huber, die sich als Grundschulpdadogin und Ehefrau des Bischofs Wolfgang Huber fr kulturelle Ziele im Land stark macht.

hw – Oranienburger Generalanzeiger vom 28.03.09

Ausgezeichnet

Kultur Frderverein der Kinderkirche wird geehrt

Der Frderverein der Kultur- und Kinderkirche Eichstdt wird heute in Potsdam mit dem kommunalen Kulturpreis ausgezeichnet. Die Sozialdemokratische Gemeinschaft fr Kommunalpolitik (SGK) verleiht diese Auszeichnung bereits zum elften Mal fr hervorragende kulturelle Initiativen, Projekte oder Aktivitten im Land Brandenburg. Die Laudatio bernimmt Arbeits- und Sozialministerin Dagmar Ziegler. Die SGK freut sich, mit dem Frderverein der Kultur- und Kinderkirche eine erfolgreiche ehrenamtlich getragene Kultursttte auszeichnen zu knnen. Vor allem durch das Wirken des Vereins sei es gelungen, die sanierte Kirche nach dem teilweisen Rckzug der Kirchengemeinde nicht nur als architektonisches, sondern als ein von Menschen er- und belebtes Zentrum des Ortes zu erhalten . In diesem Jahr haben sich 67 Vereine, Projekte und Initiativen beworben. Auer dem Eichstdter Frderverein wird auerdem der Brgerverein Finkenkrug ausgezeichnet.

MAZ – Mrkische Allgemeine Zeitung vom 28.03.09

Afrojazz auf dem Klavier ohne weie Tasten

Die Band «African Aspects» gab am Freitag in Eichstdt ein mitreiendes Konzert

Die kleine Eichstdter Kirche wurde am Freitagabend zum Schauplatz eines ungewhnlichen Zusammenpralls zweier musikalischer Welten. Die Band African Aspects, ein Projekt der beiden in der Eichstdter Kirchengemeinde gut bekannten Musiker und Komponisten Silvia und Robert Bauer, spielte im Rahmen der Konzertreihe «Ohrenweide» eine Mischung aus europischem Jazz und typischen afrikanischen Klngen. Klassische Instrumente wie Bass, Posaune oder Schlagzeug wurden ergnzt durch ein Balafon, ein uraltes, afrikanisches «Klavier aus Holz ohne weie Tasten», wie Silvia Bauer meint. Beide Musikrichtungen htten viel miteinander zu tun, erklrt Robert Bauer. Jazz komme zum Teil aus Afrika. Das Schne daran sei, dass der Rhythmus noch wichtiger ist. «Die Musik soll in erster Linie Spa machen und tanzbar sein», meint Silvia Bauer. Damit traf das Quintett aus fnf Berliner Musikern, die sich an der Musikhochschule Hanns Eisler kennengelernt hatten, genau den Nerv der rund 50 Gste. Sie lieen sich von der impulsiven, lebensfrohen Stimmung der Songs wie «Pas de Lezard» (Mach dir keine Sorgen) und der imposanten Stimme von Sngerin Conny Voss begeistern und klatschten rhythmisch im Takt mit.
Vor einem Jahr spielten African Aspects in Eichstdt schon einmal. Auf Wunsch der Gemeinde kamen sie nun wieder. Nach der Vorstellung am Freitag drfte es nicht das letzte Mal gewesen sein.

stv – Mrkische Allgemeine Zeitung vom 09.02.09

Jazz auf afrikanisch

"African Aspects" spielten in der Kultur- und Kinderkirche Eichstdt

Filigrane Posaunensoli, treibende Basslufe, swingende Schlagzeug-Rhythmen und ein Gesang in der afrikanischen Sprache Swahili - die Klnge, die den etwa 40 Besuchern der Kultur- und Kinderkirche am vergangenen Freitagabend prsentiert wurden, waren ungewohnt, kamen aber trotzdem gut an. Das Berliner Jazz-Quintett "African Aspects", bestehend aus dem Ehepaar Silvia (Schlagzeug, Balafon) und Robert Bauer (Posaune, Horn, Gesang) , Simon Bauer (E-Bass), Marcin Lonak (Schlagzeug, Vibrafon) sowie Conny Voss (Gesang), spielte in dem eineinhalbstndigen Programm insgesamt zwlf Lieder, darunter zwei Eigenkompositionen von Robert Bauer. Wie es der Name des Ensembles bereits andeutet, bot es dem Publikum eine afrikanisch angehauchte Interpretation des Jazz. "Wir wollen damit den Einfluss afrikanischer Musik auf den Jazz zeigen", sagte Robert Bauer. Die Gattung des Jazz, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA entstand, sei so anfangs von der afroamerikanischen Bevlkerung gespielt worden, die die musikalischen Traditionen ihrer Herkunftslnder in den Jazz einbrachte. Verdeutlicht wurde dies am Freitag durch das von Silvia Bauer gespielte Balafon. Das in Europa eher unbekannte Schlaginstrument besteht aus mehreren Holz-Klangstben und wird auf hnliche Weise wie ein Xylofon bespielt. So spielten "African Aspects" mit diesen exotischen Klngen und gaben eine bunte Mischung aus lauten, leisen, verspielten und ruhigen Melodien zum Besten. Das Pub likum honorierte die Darbietung mit krftigem Applaus; besonders die Posaunensoli von Robert Bauer sorgten fr Begeisterung. Der Abend fand im Rahmen der Eichstdter Konzertreihe "Ohrenweide" statt, die bis Juni des Jahres monatlich ein Konzert in der Kirche veranstaltet. Beim nchsten Mal spielt am 13. Mrz das Dresdener Liedermacher-Duo Mara & David.

Oranienburger Generalanzeiger vom 08.02.09

Berliner Jazzchor in Eichstdt

>EICHSTÄDT – Highlights aus der Zeit von den dreißiger Jahren bis heute präsentiert der Jazzchor «Blue Wednesday» aus Berlin in der Kultur- und Kinderkirche Eichstädt am heutigen Freitag. Mit Schlagzeug, Kontrabass und der Unterstützung von Jugendlichen aus der Kultur- und Kinderkirche soll der diesjährige Auftritt ein unterhaltsames Konzerterlebnis werden. Schon im vergangen Jahr überzeugte «Blue Wednesday» mit dem Dirigenten und Arrangeur Rob Bauer die Konzertbesucher in Eichstädt. «Just take that rhythm - give it everything you\'ve got» heiBt die Idee des Chores, der seine Zuhörer durch die Zeit von Swing und Jazz führt. Mit viel Liebe zum musikalischen Detail und Gesangsfreude entsteht ein abwechslungsreiches Repertoire, das sich anspruchsvoll durch die Zeiten und Stile bewegt. Am Freitag, dem 7. März 2008, um 19 Uhr singt der Berliner Jazzchor «Blue Wednesday» in der Kultur- und Kinderkirche Eichstädt.

Mrkische Allgemeine Zeitung vom 07.03.08

Groove aus jungen Kehlen

Nach einem fulminanten Auftritt des Berliner Jazzchors «Blue Wednesday» in der Kultur- und Kinderkirche in Eichstädt im vergangenen Jahr dürfen sich Besucher wieder auf ein Konzert der Jazztruppe freuen: Heute ab 19.30 Uhr singt das Vokalensemble dort Swing und Jazz der dreiBiger Jahre bis heute. Damit erfüllen die Veranstalter den Wunsch vieler begeisterter Besucher vom vergangenen Jahr. Der Chor wird zum Teil von Jugendlichen unterstützt, in der Kultur- und Kinderkirche aktiv sind. Gemeinsam mit Kontrabass und Schlagzeug sorgen sie für den nötigen Groove.

Märkische Allgemeine Zeitung vom 07.03.08

Jazz & Swing im Chor

Blue Wednesday singen am Freitag

Eichstädt (WS). Am Freitag, dem 7. März, singt um 19.30 Uhr der Berliner Jazzchor Blue Wednesday in der Kultur- und Kinderkirche Eichstädt.
Blue Wednesday ist ein Chor, ein Vokalensemble und eine Jazz-Gruppe in einem. Der Jazzchor aus Berlin präsentiert bekannte und weniger bekannte Highlights aus der großen Zeit des Swing und Jazz - also den dreißiger Jahren bis heute. Bereits im letzten Jahr war Blue Wednesday mit seinem Dirigenten-Arrangeur Rob Bauer zu Gast bei der Eichstädter Ohrenweide.
Das diesjährige Folgekonzert (mit neuem Programm) entspricht dem Wunsch vieler Besucher der letztjährigen Konzertreihe. Begleitet von Kontrabaß und Schlagzeug, und in Teilen des Programms unterstützt von Jugendlichen, die in der Arbeit der Kultur- und Kinderkirche aktiv sind, verspricht der Auftritt von Blue Wednesday auch dieses Jahr wieder ein so anspruchsvolles wie unterhaltsames Konzerterlebnis zu werden.

WochenSpiegel vom 05.03.08

Eindrcke vom heutigen Petersburg

EICHSTÄDT – Eindrücke seines einjährigen Aufenthaltes in St. Petersburg möchte Norbert Nippraschk aus Neuruppin morgen ab 19.30 Uhr in der Kultur- und Kinderkirche schildern. Nippraschk hat 2006/2007 ein soziales Jahr in der russischen Stadt absolviert. Er wird von seiner Arbeit in einem Heim fur geistig behinderte Menschen berichten. Mit der Erzahlreihe ,«Land & Leute» möchte der Förderkreis ,«Kultur- und Kinderkirche» den Besuchern nicht nur touristische Eindrücke vermitteln, sondern auch menschliche Schicksale näherbringen. Es ist noch keine 100 Jahre her, da verbrachte die russischen Zarenfamilie ihr luxuriöses Leben im Palast Peterhof südlich von St. Petersburg. Rundherum herrschten Hunger und Elend. Niemand scherte sich darum. Heute erstrahlt die Stadt wieder in altem Glanz. Die Touristen strömen in Scharen in die Eremitage und die Peter-und-Paul-Festung. Edel-Boutiquen am Nevskij-Prospekt, hektisches Geschäftsleben und teure Limousinen prägen das Bild. Eine reiche Oberschicht hat sich auch in St. Petersburg etabliert. Der Unterschied zwischen Arm und Reich ähnelt dem der Zarenzeiten. In der Nähe des Peterhof-Palastes existiert eine kleineGruppe von Menschen, diean den Rand der Gesellschaft gedrückt ist. Mehr als 1000 Patienten sind in einem «Psycho-neurologischen Institut» untergebracht, es ist eher ein Aufbewahrungsort fur geistig Behinderte. In dieser Klinik hat Robert Nippraschk sein soziales Jahr verbracht. Was er unter anderem dort erlebt hat, ist am Freitagabend zu hören.

Mrkische Allgemeine Zeitung vom 14.02.08

Die klingenden Krbisse

Ein hörenswerter Ausflug zur afrikanischen Jazzkultur

Der Erfolg ist verdient: Beim nunmehr zweiten Konzert der Reihe «Eichstadter Ohrenweide» in diesem Jahr war die Kultur- und Kinderkirche mal wieder bis auf den letzten Platz gefüllt. Mit durchweg zufriedenen Zuhörern.

EICHSTÄDT – Manenberg ist ein Ortsteil von Kapstadt. Einer, in dem die Geschichte Südafrikas noch heute überdeutlich sichtbar ist. «Manenberg» heißt auch ein Song von Abdullah Ibrahim, komponiert in den 70er-Jahren. Schnell avancierte das Stück damals zu einer Art inoffizieller Hymne fur all jene, die sich gegen die Apartheid wehrten. Natürlich spielten auch die Musiker von «African Aspects» am Freitagabend in der Kultur- und Kinderkirche dieses noch heute in Südafrika überaus populäre Stück. Wie überhaupt einige Werke Ibrahims das Programm mit afrikanisch inspiriertem Jazz prägten.
«African Aspects» ist ein neues Band-Projekt von Silvia Bauer, die gemeinsam mit ihrem Mann Robert Bauer regelmafiig Musikunterricht fur Kinder und Jugendliche in Eichstädt anbietet und überdies mit ihm das überaus hörenswerte «Ohrenweide»-Programm verantwortet. Einige der Jugendlichen durften gleich mit den professionellen Musikern – neben Bauers Kontrabassist Simon Bauer und Schlagzeuger und Vibraphonspieler Marcin Lonak – auf die kleine Bühne im Chorbereich. Ganz lässig gab etwa die elfjährige Liza Tege den Takt vor, die auch bei Silvia Bauer Schlagzeugunterricht nimmt. Die Musikerin wurde denn auch gleich in der Pause, fur die der Förderverein der Kirche wieder thematisch passende Gaumenkitzler vorbereitet hatte, von interessierten Eltern auf ihre Profession angesprochen.
Und auf das Balafon, ein vor allem in Westafrika verbreitetes Instrument, das bei einigen der eigenen Kompositionen von Silvia und Robert Bauer zu hören – und zu erleben – war. Meist mit geschlossenen Augen ließ sie ihr Balafon «spre-chen», wie es in Afrika heißt. Dort werden Variationen dieses Instrumentes, bei dem ausgehöhlte Flaschenkürbisse als Resonanzkörper dienen, oft von gleich mehreren Musikern bespielt.

Karen Grunow – Mrkische Allgemeine Zeitung vom 11.02.08

Konzert in der Kirche

Afrikanische Musik und Jazz

Eichstädt (WS). Am Freitag, dem 8. Februar, spielt um 19.30 Uhr «African Aspects» in der Kultur- und Kinderkirche Eichstädt. Das neue Projekt der Schlag-zeugerin und Percussionistin Silvia Bauer bringt zwei musikalische Welten zusammen - den Jazz und die afrikanische Musik. Auch Stücke aus dem Jazzbereich sind im Programm, und zwar sowohl aus dem Repertoire afrikanischer Musiker wie Abdullah Ibrahim und Miriam Makeba, als auch afrika-bezogene Kompositionen amerikanischer und europäischer Jazzmusiker. Die Besetzung des Quartetts mit Balafon, Vibraphon, Schlagzeug, Kontrabaß und Baßflügelhorn ist ungewöhnlich – vielleicht weltweit einzigartig. Fur die afrikanischen Klänge und Rhythmen ist der Klang der Band aber wie geschaffen. Durch die Kombination afrikanischer und europäischer Instrumente findet die Brücke zwischen den Kontinenten auch klanglich statt.

WochenSpiegel vom 30.01.08

Eine lange und beschwerliche Reise

Mädchen und Jungen des Kirchenkreises Oranienburg
führten am Wochenende dreimal das Kindermusical
«Die Legende vom IV. König» auf:
In Velten, Birkenwerder und Eichstädt.

VELTEN – Schwer bepackt mit Geschenken begab sich der kleine Simon aus Bärenklau als IV König am Sonnabend auf eine Reise. Eine lange und beschwerliche Reise, die er gemeinsam mit anderen Kindern und Jugendlichen in der evangelischen Kirche in Velten erlebte. Zusammen spielten und musizierten sie am Wochenende die «Legende vom IV König».
Traditionell fahren Kinder und Jugendliche des Gemeindekreises Oranienburg im Winter für eine Woche nach Waldsieversdorf in der Märkischen Schweiz. Dort erarbeiten sie ein Musical. Die Idee für das diesjährige Stück Die Legende vom IV. König" hatte Udo Semper aus Oranienburg. Die Texte entnahm er dem gleichnamigen Buch von Edzard Schaper. Die Musik für Band, Chor und Solisten zu den nachdenklichen, aber durchaus auch fröhlichen Texten schrieb Sylvia Ohse, Regionalkirchenmusikerin in Oberkrämer, die das Musical mit den Kindern einstudierte. Doch geht es bei den Kindersingtagen keineswegs nur um die Musik. «In dieser gemeinsamen Zeit lernen die Kinder und Jugendlichen aufeinander zu achten und sich auseinanderzusetzen», erklärt Ohse. Ein Prinzip, das deshalb so gut funktioniere, weil die Großen eine Art Patenschaft für die Kleineren übernommen hätten. Zudem bekämen die Kinder und Jugendlichen in den Singetagen viele Werte vermittelt.
Die «Legende vom IV König» erzählt von einem jungen Mann, der sich mit Geschenken aufmachte, Gottes Sohn in Bethlehem zu huldigen. Also folgte Simon alias der IV König dem Stern und traf auf die Drei Heiligen Könige, die zunächst bewzweifelten, ob solch ein armer Schlucker bei Gottes Sohn überhaupt gern gesehen wird. Doch die Mitbringsel überzeugten schließlich. Während die drei wieder in aller Eile dem Stern nach Bethlehem folgten, ließ sich der Vierte im Bunde von allerhand menschlichen Nöten aufhalten. All sein Hab und Gut gab Simon denen, die seine Hilfe brauchten. Schließlich erkaufte er einem Jungen die Freiheit und wurde an dessen Stelle Galeerensklave.
Als der IV. König nach 30 Jahren endlich freikommt, sieht er plötzlich den Stern wieder, und nun folgte auch er ihm in großer Eile. Doch bringt der Stern ihn nicht nach Bethlehem, sondern bleibt über einem Kreuz auf dem Hügel Golgatha stehen. An diesem hängt Jesus und schaut den IV König an. Da wusste dieser, dass er den richtigen Weg gegangen war.
Nicht nur die kleinen Darsteller hatten sichtlich Spaß an der Vorstellung. Auch das Publikum verfolgte die tolle Umsetzung der Geschichte des TV Königs mit Begeisterung. Mit einfachen, aber sehr fantasievollen Mitteln haben die Kinder und Jugendlichen innerhalb von nur einer Ferienwoche viel geschaffen: So gestalteten sie wunderschöne Bilder, die mit einem Beamer als Kulisse an die Wand projiziert wurden. Aus alten Kartons bastelten sie eine Galeere, die über das tosende Meer aus wedelnden aufgeschnittenen Mülltüten dahin trieb.
Einer der Jugendlichen war der 14-jährige Jonas aus Bötzow. Er spielte den IV König nach dessen Entlassung aus der Gefangenschaft: Lampenfieber habe er nicht gespürt. Schließlich sei er es nach sechs Jahren bei den Kindersingtagen schon gewohnt, auf der Bühne zu stehen. Am besten habe ihm die Musik gefallen, aber auch die Geschichte sei ganz gut gewesen: «Man hat ja schon gehört, dass Jesus die Armen mehr als die Reichen mag, da ergibt die Geschichte einen Sinn», fügt er hinzu.

Johanna Braun – Mrkische Allgemeine Zeitung vom 21.01.08

Mit Pauken und sechs Trompeten

Das Ensemble «Zephir» aus Mainz gastierte in der Eichstädter Kulturkirche

EICHSTÄDT – Mit Pauken und Trompeten wurde in der Kultur- und Kinderkirche Eichstädt das neue Jahr begrüßt. Wobei die Betonung auf «Trompeten» liegt, die im «Trompetenensemble Zephir» die von Silvia und Rob Bauer initiierte Veranstaltungsreihe «Ohrenweide» wie jubelnde Fanfaren eröffneten. Dazu diente den sechs Bläsern und einer Schlagzeugerin die Barockkomposition «Trumpet Tune and Air» von Jeremiah Clarke (1674 bis 1707). Ein Stück, bei dessen Klang der Einmarsch von Gästen vor 300 Jahren zu einem Fest bei Hofe vorstellbar ist.
Und zu einem Fest der Musik gestaltete «Zephir» auch das Konzert am Freitagabend. Dazu trug nicht nur der Glanz vieler verschiedener Blasinstrumente wie Trompeten, Kornette, Euphonien, Flügelhörner und der Kerzenschein am noch vorhandenen Weihnachtsbaum bei, sondern auch die etwa 100 Besucher, die den Raum bis auf den letzten Platz füllten.
Sie kamen mit großen Erwartungen, und das aus Mainz angereiste junge, aber bereits renommierte Ensemble erfüllte sie auf ungewöhnliche Weise. Nicht nur, indem jeder Musiker im Wechsel sowohl das eine als auch das andere Blechblasinstrument auf solistischem Niveau zu spielen wusste. Sie hatten ihrem Klangkörper zudem die von Claudia Stang bedienten Pauken, Schlagzeug und Marimba einverleibt. Und für Leopold Mozarts (1679 bis 1736) «Sinfonia für Alphorn» sogar ein etwa drei Meter langes aus Holz bestehendes Alphorn mitgebracht, das Platz bis in die Zuschäuerreihen benötigte.
Der erste Teil des Konzertes war klassischen Werken von Michael Praetorius über Johann Sebastian Bach bis Antonio Vivaldi vorbehalten. Dafür hatten Ingmar Kreibohm und Georg Birner zum Teil eigene Arrangements geschrieben, bei der die Bläser sowohl die ursprünglich vorgesehenen Violinen als auch den Basso continuo «ersetzen». Und das auf sehr eigene, klangstarke Weise. Die wurde noch betont, wenn sich die Musiker zusätzlich auf Orgel- und Seitenemporen platzierten und der «Fanfare For St. Edmundsbury» von Benjamin Britten (1913 bis 1976) zu beeindruckender Raumwirkung verhalfen.
Hinsichtlich ihrer Darbietungsweise wussten sich die Künstler nach der Pause noch zu steigern. Etwa, wenn sie die eigens für sie von Rob Bauer komponierten Stücke «Zephirs Pantango» intonierten, das stellenweise an Piazzolla erinnerte, oder auf sechs Didgeridoos aus PVC-Rohren sein «Rain Dance» uraufführten. Letzteres ein Stück, das das Klangspektrum durch ganz ungewöhnliche Urwald-, Unterwasser- oder welcher Vorstellungskraft auch immer entwachsenen Töne bereicherten. Zum krönenden Abschluss gestaltete sich das «Trumpet Concerto» von Harry James (1917 bis 1983). Arrangiert von Georg Birner und als Solotrompeter diesmal der großartig aufspielende Patrik Arnold, riss es die Zuhörer zu Begeisterungsrufen hin, faszinierte durch Rhythmus, Virtuosität und die Spielfreude dieser jungen Musiker, die es perfekt verstehen, ihren verschiedenen Blechblasinstrumenten neue Wege zu öffnen.

Rotraud Wieland – Mrkische Allgemeine Zeitung vom 07.01.08

Mal wieder die Ohren weiden bei kniglichen Legenden

Kindermusical, Konzerte, Reiseberichte – Vielfalt in der Kirche

Für Kulturliebhaber ist die Kirche Eichstädt längst zu einem Anziehungspunkt geworden. Ein Ausblick auf die Veranstaltungen im ersten Halbjahr 2008.

EICHSTÄDT – Mal in die Pyrenäen, nach Sankt Petersburg oder Finnland. Mal Musik aus Schottland oder afrikanische Rhythmen. In der Kultur- und Kinderkirche Eichstädt kann man reisen. Immer wieder, immer weiter. Und muss eben doch nur jenes Gotteshaus besuchen, das seit 2005 durch den Förderverein Kultur- und Kinderkirche Eichstädt zu einer Stätte gerade auch für musikalische Ausflüge geworden ist. Im vergangenen Jahr wurde erstmals die Musikreihe «Eichstädter Ohrenweide» initiiert durch Silvia und Rob Bauer. Die beiden Berliner unterrichten seit 2005 an der Kirche, vornehmlich Kinder besuchen ihre Kurse im Flöten- oder Schlagzeugspielen. Beide sind selbst Mitglied in gleich mehreren Ensembles, treten also hin und wieder in der Kirche selbst mit auf. So auch am 8. Februar, wenn Schlagzeugerin Silvia Bauer mit ihrem Quartett «African Aspects» Jazz mit afrikanischen Klängen kombiniert. Oder am 7. März: Der Jazz-Chor «Blue Wednesday», der im vergangenen Jahr schon mal die Besucher in Eichstädt begeisterte, wird von Rob Bauer geleitet. Jazz- und Swing-Songs der 30er-Jahre und bis heute gehören zum Repertoire der jungen Sängerinnen und Sänger. Eröffnet wird die Ohrenweide-Reihe heute mit dem Trompetenensemble «Zephir».
Einer der wohl wichtigsten Vertreter frei improvisierter Musik ist der Posaunist Conny Bauer, der am 11. April erwartet wird. Eine Balance zu finden zwischen Improvisation und Komposition ist Credo von «Open Rivers», elektronische Musik, die durch Saxophon, Gitarre und Schlagzeug erweitert wird, am 9. Mai zu erleben. Die diesjährige «Ohrenweide» endet am 6. Juni mit «Unicorn» und «neuen Ideen zu Alter Musik». Doch das Programm der Kultur- und Kinderkirche ist noch längst nicht erschöpft: Bereits am 20. Januar werden Kinder der Region das Musical «Die Legende vom 4. König» aufführen. Am 25. Januar wird über eine Motorradreise durch die Pyrenäen, am 15. Februar über einen Besuch in St. Petersburg berichtet. Ein Wunschkonzert für Querflöte und Klavier bieten Dieter Ebert und Ralf Teichert am 23. Mai. Die zwei werden auch am 14. November zu hören sein. Vorträge, ein Basar und weitere Konzerte sind bereits festgeplant. Info Veranstaltungen in der Kultur- und Kinderkirche beginnen üblicherweise um 19.30 Uhr, das Kindermusical am 20. Januar startet um 15 Uhr. Detaillierte Infos unter

Karen Grunow – Mrkische Allgemeine Zeitung vom 04.01.08

Termine online

Kultur-Kirche Eichstdt im Netz

EICHSTÄDT – Ab sofort kann das Programm der Kultur- und Kinderkirche Eichstädt im Internet abgefragt werden. Zusätzlich zur eigentlichen Terminlistung finden sich Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen, neben Konzerten gibt es beispielsweise auch Vorträge. Außerdem wird das musikalische Erziehungsangebot vorgestellt. Denn neben Flötenunterricht können auch Schlagzeugspielen und das Spielen diverser Blasinstrumente erlernt werden. Es gibt Chöre für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Auftrittprojekte für jüngere Kulturfreunde. Das Programm der «Eichstädter Ohrenweide», die morgen um 19.30 Uhr mit dem Konzert des renommierten Mainzer Trompetenensembles «Zephir» in ihre zweite überaus hörenswerte Saison startet, ist bereits bis Juni gelistet.

Mrkische Allgemeine Zeitung vom 03.01.08

Musical fr Kinder

Kultur-Kirche Eichstdt im Netz

EICHSTÄDT – Für Kinder von Kindern ist das Musical, das am 20. Januar in der Kultur- und Kinderkirche Eichstädt Premiere haben wird. «Die Legende vom 4. König» wird in der kommenden Woche in Waldsieversdorf von Kindern aus Oberkrämer und Umgebung einstudiert. Auch das Bühnenbild wird von ihnen entworfen werden. Die Vorstellung beginnt um 15 Uhr.

Mrkische Allgemeine Zeitung vom 03.01.08

Angenehmer Nachklang

Silvia und Robert Bauer ziehen positive Bilanz der Eichstädter Konzertreihe «Ohrenweide»

OBERKRÄMER – Seit dem vergangenen Jahr geben die Musiker Silvia und Robert Bauer in der Eichstädter Kultur- und Kinderkirche Musikunterricht. Sie haben sich – mit verschiedenen Formationen – mit der Konzertreihe «Ohrenweide» bekannt gemacht. Als Musiklehrer für Kindergruppen und einzelne Schüler fühlen sich Silvia und Robert Bauer gut aufgenommen. Mit den Trommlern gibt es am Donnerstag, 5. Juli, noch ein Konzert zum Schulabschluss. Nach den Sommerferien will Silvia Bauer ihren Schlagzeugunterricht jeden Donnerstag statt wie bisher 14-tägig anbieten. Zusätzlich zu den beiden Flötengruppen will Robert Bauer eine dritte einrichten, die sich mittwochs ab 14.30 Uhr treffen soll. Auch die Blechbläser freuen sich noch über Verstärkung.
Die sechs Musikabende in der Eichstädter Kirche seien unterschiedlich, aber insgesamt sehr positiv aufgenommen worden, meinen die Musiker, die sich auch schon ein Stammpublikum «erspielt» haben. «Die elektroakustischen Klangbilder haben die meisten Fragen aufgeworfen», sagt Robert Bauer. Das Publikum in Eichstädt sei Neuem gegenüber aber durchaus aufgeschlossen, so sein Eindruck. Zudem sei die Kirche selbst ein Veranstaltungsort mit guter Akustik und einem besonderen Flair. Die beiden schätzen die Zusammenarbeit mit dem Förderkreis der Kultur- und Kinderkirche. Ob und in welcher Form es eine Neuauflage von «Ohrenweide» gibt, steht noch nicht fest. Der Förderkreis hat schon einige neue Konzerte geplant, unter anderem mit dem japanischen «Duo Bressan». «Wir werden aber bestimmt auch wieder Abende mit Silvia und Robert haben», hofft Wolfgang Täger vom Förderkreis.
«Vielleicht können wir nächstes Jahr auch was mit der Laienspielgruppe gemeinsam machen», überlegt Robert Bauer – eine Idee, die vor allem die Vehlefanzerin Ute Köhler, die die Stücke aussucht und mit der Gruppe einstudiert, sofort begeistert aufgreift. «Dann zeigen wir nächstes Jahr ein Musical.»

Heike Weiapfel – Oranienburger Generalanzeiger vom 15.06.07

Ganz leise, ganz auergewhnliche akustische Musik

Konzertreihe «Eichstädter Ohrenweide» endete – zunächst:

Silvia und Robert Bauer versprechen weitere Konzertereignisse

EICHSTÄDT – Manchmal klingen die so unterschiedlichen Instrumente Posaune, Gitarre und Kontrabass in ihrer Ursprünglichkeit wie ein Glasperlenspiel. Manchmal begegnen sie sich im erzählend-lethargischen Rhythmus, manchmal in jazzigem Plauderton. Musik, die auch ungewöhnliche Klangbilder entwirft und zweierlei bewirkt: die Augen zu schließen und zu träumen oder den Rhythmus in leichten Körperbewegungen aufzunehmen.
Die etwa 25 Zuhörer in der Eichstädter Kultur- und Kinderkirche genießen am Sonnabendabend konzertanten, gebrochen-virtuosen, man könnte ihn auch kammermusikalischen Jazz nennen. Mit «leiser akustischer Musik» war das Konzert angekündigt. Wobei sich Rob Bauer auf der Posaune, Daniel Wirtz an der Gitarre und Marco Chacon am Kontrabass nicht nur von der die Veranstaltung eröffnenden Michaela Dingler die Frage stellen lassen mussten: «Was ist akustische Musik? Ist Musik nicht immer mit Akustik verbunden oder gibt es auch noch eine andere Musik?» Rob Bauer versuchte es mit der Darbietungsweise zu erklären: Akustik als Programm, das pur, ohne Verstärker, ohne Mikrofon, zusammengefügt nur durch das gegenseitige Hören der Musiker dargeboten würde. Und da es musikalisch hochtalentierte, miteinander harmonisierende Persönlichkeiten braucht, um in dieser sensiblen Tonsprache miteinander zu kommunizieren, nennen sie sich «Tridiot». Ein aus dem Griechischen stammender Begriff, in dem sich die Bezeichnung Trio verbirgt. Das ebenfalls enthaltene «idios» sei nicht etwa mit Idiot, sondern mit «persönlich, eigen, besonders» zu übersetzen, wodurch bereits das musikalische Anliegen offenbar wird. Ein wenig stilisiert «Tridiot» natürlich das Besondere, das aber die sichtbare Freude der drei am musikalischen Experimentieren nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil, spürbar wird sie besonders, wenn sie bei «Fünf Finger hat die Hand» oder «Dreierlei» Bauers Eichstädter Musikschüler Flöte und Percussion spielend mit einbeziehen und damit das musikalische Erlebnis perfekt machen. Das gestaltet sich bei «Dreierlei» zu einem quirligen Ohrwurm und bei «Cannon» zu einem rebellischen Stück, in dem die Kinder und Jugendlichen, diesmal sogar auf der Empore, mit den drei Musikern nicht nur dialogisieren, sondern vom Leisen weg provozieren. Nach Eigenkompositionen und bekannten Jazztiteln endete das Konzert mit «Echoes Of Harlem» von Duke Ellington. Damit endete gleichsam der letzte musikalische Ausflug auf die «Eichstädter Ohrenweide». Rob Bauer, der zusammen mit seiner Frau Silvia Bauer die filigrane akustische Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen hatte, versprach für das nächste Jahr eine neue Idee. Gleichzeitig bedankte er sich bei den Mitgliedern des Förderkreises für ihre Unterstützung und Gastfreundschaft. Die verwöhnen die Gäste immer auch mit einer kulinarischen Überraschung. Diesmal versüßten sie ihnen das Konzert mit selbst angesetzter Erdbeerbowle, Schaumküssen oder Knabbergebäck und hielten ebenso Bier und alkoholfreie Getränke bereit.

Rotraud Wieland – Mrkische Allgemeine Zeitung vom 12.06.07

Grasen auf der Ohrenweide

Rob Bauer Consort spielte Big-Band-Jazz in der Kultur- und Kinderkirche

EICHSTÄDT «Kommen Sie mit auf die Ohrenweide zum musikalischen Grasen», lud Erdmut Schulze die zahlreich erschienenen Gäste in der Eichstädter Kirche ein. Der Vorsitzende des Förderkreises der Kultur- und Kinderkirche versprach nicht zuviel, als er am späten Freitag einen «interessanten Abend» mit «geheimnisvoller Musik" ankündigte.
Das Rob Bauer Consort verzauberte sein Publikum mit kammermusikalischem Big-Band-Jazz, was karibische, afrikanische und Dixieland-Klänge in merkwürdiger und doch einzigartiger Weise vermischte. Manchmal beschlich einen das Gefühl, man sitze in einem Schwarz-Weiß-Film von Edgar Wallace, es fehlten nur der Detektiv und das Mordopfer.
Die Eichstädter Ohrenweide ist eine Konzertreihe, die von Robert und Silvia Bauer zusammengestellt wurde. Beide sind damit die Nachfolger der langjährigen Marwitzer Kirchenmusikerin Gisela Semper. Zehn Musikerinnen und Musiker mit insgesamt 16 Musikinstrumenten spielten Kompositionen aus der Astrid-Lindgren-Verfilmung von «Ronja Räubertochter», belgische Big-Band-Lieder oder den Marathon-Blues. Den hatte Robert Bauer extra für die Läufer des Berlin-Marathons vor drei Jahren geschrieben. «Wir haben damals den Marathon-Blues direkt an der Laufstrecke gespielt», erzählt der 29-jährige Robert Bauer. Als Gast oder elftes Instrument, wie Bauer ankündigte, spielte Marieke Schütte eine große, hellbraune Harfe. Auf Trompeten, Hörnern, Posaunen und Schlagzeug spielten die jungen Musiker einen Mix aus Jazz und Kammermusik, gemischt mit erzählenden Klanggeschichten und mitreißenden Swingeinlagen. Arturo Pantaleön begeisterte das Publikum außerdem mit seiner Kunst, Muschelschalen Töne zu entlocken. Muscheln unterschiedlicher Größe dienten dabei als Instrumente. Zu guter Letzt wurden die Besucher noch mit Getränken und Brezeln versorgt. «Wir freuen uns sehr, dass unser kulturelles Angebot so gut angenommen wird», sagte Wolfgang Täger vom Vorstand des Fördervereins der Kultur- und Kinderkirche nach diesem musikalischen Spaziergang. Drei Konzerte der geheimnisvollen Art gibt es noch. Und die werden immer harmonischer, versprach Rob Bauer.

Anja Bartelt – Mrkische Allgemeine Zeitung vom 12.03.07

Kirche als «Ohrenweide»

Konzertreihe wird fortgesetzt

EICHSTÄDT – «BlueWednesday» ist ein ungewöhnlicher Chor. Denn die 2003 gegründete Truppe singt Jazz. Robert Bauer, Gründer und Leiter des Chores, hatte die Sängerinnen und Sänger bereits einmal in die Kultur- und Kinderkirche nach Eichstädt gelotst. Denn hier arbeiten er und seine Frau Silvia seit September regelmäßig, unterrichten vornehmlich Kinder und Jugendliche im Spielen von Blechblasinstrumenten und Schlagzeug.
Jene Chor-Probe damals war jedoch eine nichtöffentliche, vielmehr wollten Robert Bauer und «Blue Wednesday» einige Songs aufzeichnen. «Die Akustik in der Kirche ist ganz toll», schwärmt der 29-Jährige. Am kommenden Freitag nun wird der Chor in Eichstädt öffentlich zu erleben sein. Um 19.30 Uhr wird das Konzert mit swingenden Liedern aus der großen Ära dieser Musik – aus den 30er-Jahren – bis heute beginnen.
Dieser Auftritt ist dann bereits das zweite Konzert der neuen Musikreihe «Eichstädter Ohrenweide», die Silvia und Robert Bauer initiiert haben. Der Förderverein der Kultur- und Kinderkirche hatte das angeregt, damit die beiden nicht nur ihren Musikschülern als Lehrer bekannt würden, sondern darüber hinaus auch als Jazz-Musiker einem interessierten Zuhörerkreis. Die Ansätze ihrer insgesamt sechs Konzerte zeigen das breite Spektrum ihrer bevorzugten Musikrichtung. Beim ersten Termin im Januar improvisierten beide, erzeugten elektroakustische Klangbilder. Mit seinem Consort tritt Rob Bauer am 9. März auf. Am 13. April dann wird Tilmann Dehnhard erwartet. Als Solokünstler bietet der Flötist ein besonderes Erlebnis: «Flötistische Bauchrednerei» nennt er seine Atemexperimente. Viel ist er in der Welt unterwegs, um sich aus fernen Ländern neue Inspirationen mitzubrin gen. Rumba ohne Tilmann Dehnhards Saxophon sei nicht dasselbe, schrieb ein Fan aus Kolumbien im Gästebuch seiner Homepage.

Karen Grunow – Mrkische Allgemeine Zeitung vom 13.02.07

Mal die Ohren weiden

Silvia und Robert Bauer bereichern die Kultur- und Kinderkirche

EICHSTÄDT – Sanfter Jazz läuft im Hintergrund. Dabei steht diese Musikrichtung bei Silvia und Robert Bauer unbedingt im Vordergrund: Die beiden Musiker sind in mehreren Ensembles aktiv, auch ihr eigens für die Kultur- und Kinderkirche ersonnenes Halbjahresprogramm «Eichstädter Ohrenweide» ist geprägt vom Jazz.
Entpnt sitzen die zwei auf ihrer Couch in ihrer Wohnung im Berliner Wedding. In der Dachetage darüber haben sie sich einen Probenraum eingerichtet. Sogar der Jazz-Chor «Blue Wednesday» trifft sich hier. Obwohl sie den Raum ausreichend isoliert hatten, sorgte wohl eine Kaminverbindung ins Erdgeschoss im dortigen Steuerbüro für etwas Verwunderung über die Musik. Irgendwann trafen Mitarbeiter des Büros die Bauers. Und Robert Bauer erkannte die Mutter eines Jungen, den er zu der Zeit in Bötzow unterrichtete. Die hatte durch den Kamin auch das Schlagzeug Silvia Bauers registriert. Und gleich Interesse bekundet, ihren Sohn auch darin unterrichten zu lassen. Die Idee kam auf, die damals zuständige Kirchenmusikerin Gisela Semper zu kontaktieren. Bauers, beide erfahren auch in der Vermittlung von Musik, trafen sich mit ihr. Gisela Semper, die bereits dabei war, sich von der Region zu verabschieden, schlug vor, dass die von ihr bis dato angebotenen Flötenkurse von Robert Bauer übernommen werden könnten. Außerdem bietet der 29-Jährige einen Blechbläser-Kurs an. Für Schlagzeugerin Silvia Bauer fanden sich auch gleich mehrere potenzielle Schüler. Seit September bieten die beiden regelmäßige Musikkurse in Eichstädt an, Mitte Januar wurde die Eichstädter Kirche dann erstmals zur Ohrenweide. Gut gefüllt war das Konzert mit «elektroakustischen Klangbildern», entworfen von dem jungen Ehepaar. «Vielleicht war dieser Auftakt etwas gewagt", sinniert Robert Bauer jetzt. Gut besucht war der Abend trotzdem. Ein optimaler Start also für die beiden, die ihren ersten Auftritt als «das abstrakteste Konzert von allen" beschreiben. Sie wollten sehen, wie die neue Reihe angenommen wird, nicht zu viele Risiken kalkulieren müssen. Mit dem Jazz-Chor «Blue Wednesday» wird das Ohrenweide-Programm am 16. Februar dann wieder etwas klassischer: Die Welt des Jazz und Swing von den 30er-Jahren bis heute prägt das Repertoire des Chores, der von Robert «Rob» Bauer geleitet wird. Der Posaunist hat auch Komposition studiert, teilweise sogar als Stipendiat in Boston, bei einem internationalen Big-Band-Kompositions-Wettbewerb in Kopenhagen wurde er 2003 ausgezeichnet. Heute lehrt er auch an der Hochschule in Dresden. Für den Chor komponiert und arrangiert er, ist der Auftrittsort groß genug, kommt Silvia Bauer samt Schlagzeug mit.
Frühzeitig sammelte die 28-Jährige Big-Band-Erfahrung. «Blasmusik war eben in meiner sächsischen Heimat sehr beliebt.» Immer wieder wurde die talentierte junge Schlagzeugerin von anderen ausgefragt. Als sie dann den Studienplatz an der Berliner Musikhochschule «Hanns Eisler» bekam, war klar, dass auch Pädagogik im Studium eine Rolle spielen sollte. Zusammen mit Robert Bauer arbeitet sie im «Rob Bauer Consort», einem zehnköpfigen kammermusikalischen Big-Band-Experiment, das am 9. März in Eichstädt zu erleben sein wird. Bei Theaterproduktionen etwa in der populären Berliner «Bar jeder Vernunft» oder im Potsdamer «Hans Otto Theater» war sie dabei. Seit zweieinhalb Jahren hat sie ein eigenes Trio, die «Silvia Bauer Group», neben Jazz favorisiert die Combo auch Latin und Afro. Am 11. Mai wird das Trio in Eichstädt auftreten.
Alle zwei Wochen verbringt Silvia Bauer einen Tag in Eichstädt, neun Schüler hat sie bereits, ein Hobby-Schlagzeuger hat für den Unterricht die Instrumente zur Verfügung gestellt und sich prompt selbst angemeldet. Ansonsten arbeiten Bauers eher mit Kindern und Jugendlichen. Die wollen sie auch mal in ihr Konzertprogramm mit einbeziehen.

Karen Grunow – Mrkische Allgemeine Zeitung vom 23.01.07

Spannendes Rauschen

Auftakt der Konzertreihe «Ohrenweide» in Eichstädt:
«DU3» stießen auf offene Ohren

EICHSTäDT – Gleich, nachdem das erste Stück des Ensembles «DU3» in der Eichstädter Kultur- und Kinderkirche am Freitagabend verklungen war, stürmte Organisator Erdmut Schulze noch einmal nach vorne. «Die Heizung rauscht», meinte Schulze und bemühte sich, das Problem sofort zu beheben. «Das sind doch wir», schmunzelte Musiker Rob Bauer daraufhin. Tatsächlich war es der Beamer, den Rob Bauer und seine Frau Silvia mitgebracht hatten, der das ominöse Rauschen verursachte. Das Gerät warf Bilder zu den eigentümlichen Klangcollagen von «DU3» an die Wand – mal schwimmende Fische, mal geheimnisvolle Schwarzweiß-Zeichnungen von Silvia Bauer selbst. Diese passten zum Gesamtbild des Konzertes: «Viel Interpretationsspielraum» ließen sowohl der Name des Ensembles als auch dessen Musik frei, räumte Silvia Bauer ein. So könne «DU3» beispielsweise «Der unsichtbare Dritte» bedeuten, meinte die Schlagzeugerin und Percussionistin. Eine Interpretation, die passt: «Viele verdächtige Kabel» und Geräte auf der Bühne hätten einen ebenso großen Stellenwert für den Klang wie die beiden Musiker selbst, betonte Silvia Bauer, und ihr Ehemann fügte lächelnd hinzu: «Und ein mindestens ebenso großes Eigenleben.»
Dank der zahlreichen Gerätschaften waren dann auch nicht «nur» die Schlaginstrumente Silvia Bauers und die Blasinstrumente ihres Mannes zu hören, sondern auch diverse Geräusche – von stetigen Wiederholungen der Stimme Rob Bauers bis hin zu nervenzerfetzendem Fiepen. Letzteres ergänzte Bauer mit hohen Flötentönen – und stellte die Zuhörer in der Kultur- und Kinderkirche damit durchaus vor eine Herausforderung: Wiedererkennbare Melodien und Rhythmen suchte man bei den teilweise jazzigen Klangcollagen der Bauers meist vergeblich – kein Wunder, bestehen die Konzerte von «DU3» doch laut Silvia Bauer zu zirka 90 Prozent aus Improvisationen. Als «zugangsfremd» bezeichnete Rob Bauer selbst die Musik seines Ensembles. Dennoch ließen sich die Gäste auf die Kompositionen der sympathischen Musiker ein – und wurden mit einem ausgesprochen außergewöhnlichen Musikerlebnis belohnt.
«Es ist toll, dass so etwas bei uns stattfindet», meinte etwa der Bärenklauer Ralf Teichert, der selbst Musiker ist. Ein derart ungewöhnliches Konzert erwarte er beim Gang in einen Berliner Jazzkeller, aber nicht auf dem Lande: «Ungewöhnlich, einmalig und pnend» sei das Konzert gewesen, sagte Teichert, der mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Eichstädt war – und auch wiederkommen wird. Denn der Auftritt von «DU3» war der Auftakt zu einer Konzertreihe, die Rob und Silvia Bauer unter dem Motto «Ohrenweide» in der Kultur- und Kinderkirche veranstalten. «Wenn der eine oder andere heute wiedererkennbare Melodien vermisst hat, sollte er dorthin kommen», so Rob Bauer lächelnd. Als nächstes steht am Freitag, 16. Februar, mit «Blue Wednesday» ein Jazz-Chor-Konzert an.

Mona Schrder – Oranienburger Generalanzeiger vom 15.01.07

Trommeln und pusten

Silvia und Robert Bauer bringen als freischaffende Knstler Eichstdter Kindern die Musik nahe

EICHSTÄDT – Schwarze Instrumentenkoffer in verschiedenen Größen, Trommeln und lange Reihen von CDs machen auf den ersten Blick deutlich: Dies ist ein Musikerhaushalt. Und das ist nur die halbe Wahrheit. Der schaumstoffgedämmte Probenraum mit zwei Schlagzeugen liegt direkt über der Wohnung des Berliner Ehepaars Silvia und Robert Bauer.
Eigentlich haben sie wegen dieses Raums auch den Job in Eichstädt bekommen, erzählt Robert Bauer. Denn der Dachboden war früher weniger gut isoliert, und so drangen die Percussion-Töne zuweilen bis ins Erdgeschoss, in dem eine Bötzowerin arbeitete. über Schlagzeugunterricht für Kinder führte der Weg weiter zur Nachfolge von Gisela Semper in deren Flötenkurse für Kinder. Seit September erteilen Silvia und Robert Bauer Unterricht in der Eichstädter Kultur- und Kinderkirche. «Ich bediene alles, was trommelt, Robert alles, was pustet», fasst Silvia Bauer die verschiedenen Instrumente zusammen, die die beiden beherrschen. Vibraphon, Ballaphon (ein dem Xylophon ähnliches Schlaginstrument) und afrikanische Trommeln gehören ebenso dazu wie Posaune, Trompete und Flöten. Silvia und Robert Bauer wollen den Kindern vor allem die Freude am Musik machen und am gemeinsamen Miteinander vermitteln. Mit der neuen Kirchenmusikerin hoffen sie sich gut zu ergänzen. Silvia und Robert Bauer als Musiklehrer zu bezeichnen, wäre aber viel zu kurz gegriffen, ebenso, sie in eine musikalische Schublade zu stecken. Beide sind in verschiedenen, manchmal auch gemeinsamen Formationen hauptberuflich als freischaffende Musiker unterwegs. «Diplom-Instrumental-Pädagogin für Schlagzeug im Popularbereich» heißt etwas umständlich der Studiengang, den Silvia Bauer, die in der Oberlausitz in Sachsen aufgewachsen ist, absolviert hat. Mit Pauken und Glockenspiel war die 28-jährige Künstlerin unter anderem in der «Dreigroschenoper» in Potsdam sowie im Rahmen der «Mitternachtsshows» in der Berliner «Bar jeder Vernunft» zu hören, mit weiteren Musiker-Kollegen auch bei Preisverleihungen und bei Botschaftsempfängen.
«Hauptsächlich bin ich Posaunist», sagt Robert Bauer. Er hat seine musikalischen Interessenten ebenfalls breit gefächert. Das Bassflügelhorn gehört zu seinen Lieblingsinstrumenten. An Klavier, Orgel und Kontrabass ist er zu Hause, aber auch das Dirigieren und Arrangieren sei für ihn fast wie ein Instrument, sagt er. Aus der Nürnberger Gegend stammend hat Robert Bauer in Berlin und Boston Jazz-Posaune und Komposition studiert. In Bayern legte er eine Kirchenmusikerprüfung ab. Eines seiner Werke für ein Ensemble mit sechs Trompeten erlebte vor wenigen Tagen seine Uraufführung, ein Arrangement für den dänischen Rundfunk und den amerikanischen Jazz-Gitarristen Mike Stern hat er gerade vorbereitet. Der 29-Jährige spielt in mehreren Ensembles und unterrichtet an der Hochschule für Musik in Dresden.
Als Duo mit Schlag- und Blasinstrumenten sind Silvia und Robert Bauer «DU3», er macht mit dem «Rob Bauer Consort» Kammermusik und sie erzeugt mit der «Silvia Bauer Group» Latin-, Jazz- und Afro-Rhythmen. Mit mehr als 20 weiteren Sängerinnen und Sängern singen sie im Chor «Blue Wednesday", dessen Leiter Robert Bauer ist. Die Demo-CD, mit der «Blue Wednesday» für Veranstaltungen im Land auf sich aufmerksam machen will, entstand übrigens in der Eichstädter Kirche – wegen der schönen Akustik.
Und neben dem Beruflichen? Silvia und Robert Bauer zögern. «Musik ist eigentlich auch unser Hobby.» Tango tanzen gehört ebenso dazu. Silvia Bauer überlegt und zeigt dann auf das große Aquarium im Wohnzimmer. «Damit beschäftige ich mich gerne.» Das Wasser plätschert harmonisch vor sich hin – auch ein bisschen wie Musik.
In den kommenden Monaten sind Robert und Silvia Bauer in verschiedenen Formationen in der Eichstädter Kultur- und Kinderkirche zu hören. Als «DU3» sind sie bereits am kommenden Freitag, 12. Januar, mit elektronischen Klangbildern, die während des Spielens verfremdet werden, zu erleben. Das Konzert bildet den Auftakt der Serie «Eichstädter Ohrenweide», beginnt um 19.30 Uhr und kostet an der Abendkasse sechs, ermäßigt vier Euro Eintritt.

Heike Weiapfel – Oranienburger Generalanzeiger vom 06.01.07

Atmosphrische Klnge in Eichstdt

Die Kultur- und Kinderkirche ldt zu vielen Veranstaltungen ein

EICHSTÄDT – Die Kultur- und Kinderkirche hat sich in Eichstädt inzwischen etabliert. Dass sich in dem Gotteshaus in ruhiger, anheimelnder Atmosphäre Musik hören oder auch lebhaft feiern lässt, hat sich über die Grenzen Oberkrämers herumgesprochen. Eine Erfahrung, auf die sich aufbauen lässt – und das hat der Förderkreis, der die vertraulich «KuKi» genannte Einrichtung betreibt, in den kommenden Monaten vor. In regelmäßigen Abständen, meistens freitags und sonnabends, finden in der Kirche wieder abendliche Veranstaltungen statt, die sowohl der Unterhaltung als auch der Bildung dienen können. Ein Faltblatt mit Einladungen von Januar bis Juni hat der Förderkreis gerade veröffentlicht. Mehrmals gibt es musikalische Abende, zu denen Silvia und Robert Bauer beitragen, die seit dem Weggang von Gisela Semper musikalische Ausbildung für Kinder und Kirchenmusik anbieten.

Wer Ohren hat, der höre!

«Eichstädter Ohrenweide» ist die neue Musik-Serie überschrieben, die bereits am Freitag, 12. Januar, ihren Anfang nimmt. Elektroakustische Klangbilder werden Silvia und Robert Bauer auf Blasinstrumenten und Schlagzeug zaubern. In verschiedenen Besetzungen mit weiteren Musikern werden die beiden Berliner Musiker insgesamt sechs Mal «Ohrenweiden» bieten, darunter mit einer kammermusikalischen Bigband oder Klängen aus Latein- und Nordamerika sowie Afrika und «lauter leise Musik» mit Posaune, Gitarre und Kontrabass.
Die Erzählreihe «Land und Leute» hat im vergangenen Jahr ebenfalls viele Besucher angelockt. Sie wird am 26. Januar und am 23. Februar mit neuen Berichten fortgesetzt. Reiseeindrücke gibt es diesmal aus Israel sowie Australien und Neuseeland.
Auch die Kinder sollen nicht zu kurz kommen. Für sie gibt es im Mai und Juni zwei Nachmittagsprogramme zum Zuschauen und Mitmachen. Ein Benefiz-Abend zugunsten der Kultur- und Kinderkirche sowie ein abendlicher Gottesdienst komplettieren das Programm.

Heike Weiapfel – Oranienburger Generalanzeiger vom 04.01.07